ab 1991 - Jahrtausendwende - Globalisierung, Strukturwandel, Entindustrialisierung

 
1991.I.3. Die Molkereigenossenschaft e.G. ist als erster größerer Be-trieb der Stadt in Konkurs gegangen. Etwa 100 Beschäftigte verlieren ihren Arbeitsplatz. Nach Jahrzehnten des Arbeitskräf-temangels ist Arbeitslosigkeit eine völlig neue Erfahrung der Bürger.
.II.2. Die ersten Asylbewerber kommen nach Wurzen. Sie werden im Alten Krankenhaus in der Albert-Kuntz-Straße untergebracht.
.V.31. Für den Betrieb "Solid-Lederwaren" wird das Konkursverfahren eröffnet. Die Treuhand hatte entschieden, dass die Firma nicht sanierungsfähig ist, außerdem werden Betriebsteile von Altei-gentümern zurückgefordert.
.Sommer Die Goetheschule wird Gymnasium und in das Schulgebäude auf dem Domplatz verlegt (bis 1994).
1992.III.5. Grundsteinlegung für den Schulneubau in der Rosa-Luxemburg-Straße. Übergabe am 14.8. Nutzung zunächst durch das Gymnasium, ab 1996 Grundschule „An der Sternwarte“.
.III.12. Das Freibad „Goldenes Tälchen“ wird für immer geschlossen.
.V.13. Am Jacobsplatz 11 ("Alte Schmiede") beginnt der Bau eines Wohn- und Geschäftshauses. Damit beginnt die Neugestaltung der Wurzener Innenstadt, die in ein Förderprogramm von Bund und Freistaat zur Altstadtsanierung aufgenommen worden ist.
.VI.18. Auf dem Markt werden die alten Lichtmasten durch 6 Kandelaber aus der Broncewarenfabrik ersetzt.
.VII.26. Nach zehn Jahren ist die umfassende Außensanierung des Domes mit der Fertigstellung der Türme abgeschlossen.
.August Das alte Stadtgut am Jacobsplatz 26/27 wird abgerissen.
.IX.28. Die „Friedenslichtspiele“ werden geschlossen. Damit hat Wurzen kein Kino mehr.
1993.I.1. Nemt wird Stadtteil der Stadt Wurzen
Februar Die Gasversorgung der Stadt wird von Stadtgas auf Erdgas umgestellt.
.II.23. Die letzten russischen Soldaten verlassen nach 48 Jahren Besatzung und Stationierung in der früheren Artilleriekaserne die Stadt.
.IV.17. Erster Spatenstich im Gewerbegebiet Eilenburger Straße.
.VI.4. Erster Spatenstich für eine neue Spiel- und Sporthalle in der Püttnerstraße (Fertigstellung bis 3.3.1994)
.VIII.8. Die ehemalige Kartonagenfabrik im Dehnitzer Weg brennt ab.
.IX.21.-26. Die 4. Baden-Württembergisch/Sächsischen Literaturtage finden in Wurzen statt.
.X.1. Nach Abriss des ruinösen Brauereikomplexes in der Badergasse beginnt der Bau eines modernen, dem Stadtbild angepassten Ensembles von Gebäuden mit Einkaufs- Büro- und Wohnflächen.
.XI.24. Nach monatelangen Tiefbauarbeiten wird die Wenceslaigasse als Fußgängerzone eingeweiht.
.XII.2. Grundsteinlegung für das künftige Freizeit- und Erlebnisbad auf dem Gelände des alten Stadtbades.
.XII.7. Die Stadt erhält das Staatliche Amt für Ländliche Neuordnung als Ausgleich für den bevorstehenden Verlust der Kreisstadtfunktion.
.Dezember In Wurzen werden 3 047 Arbeitslose gezählt. Das ist mit 14,8% das bisherige Maximum.
1994.IV.19. Baubeginn für ein neues Altenpflegeheim in der Albert-Kuntz-Straße auf dem Gelände des einstigen Alten Krankenhauses (Einweihung 30.4.1996).
.VI.8. Im Beisein von Kurt Biedenkopf erster Spatenstich für den Neubau des Gymnasiums in der Lüptitzer Straße (Einweihung am 16.02.1996).
.VI.6. Das Gelände am Jacobsplatz 26/27 ist neu bebaut; in das Geschäftshaus zieht die Geschäftsstelle der Sparkasse Muldental ein.
.VI.12. Europa- und Kommunalwahlen. Direktwahl des Bürgermeisters
  Zum erstenmal wird der Bürgermeister der Stadt von den Bürgern direkt gewählt. Es treten an: der bisherige Bürgermeister Anton Pausch (CDU), der bisheriger technische Beigeordnete Peter Konheiser (SPD) und Roland Mühlner (DSU). Keine absolute Mehrheit für Anton Pausch (41,5 %) oder Peter Konheiser (39,9 %). Deshalb am 26.6. Stichwahl. Ergebnis: Anton Pausch erhält 50,9 % der gültigen Stimmen, Peter Konheiser 40,8 %. Der bisherige Amtsinhaber wird auch die nächsten 7 Jahre Bürgermeister im Wurzener Stadthaus sein.
  Die CDU bleibt stärkste Fraktion im Stadtrat und vereinbart mit den zwei Stadträten der F.D.P. eine Koalition.
VII.31. Landrat Werner Hubrich, der für mehr als 4 Jahre die Geschi-cke des Landkreises Wurzen gelenkt hat, wird verabschiedet.
.VIII.1. Die Kreisreform tritt in Kraft: Wurzen verliert den Kreissitz und verbleibt als Stadt im neuen Muldentalkreis, der im wesentlichen aus den beiden Kreisen Grimma und Wurzen gebildet ist.
  Öffentliche Einrichtungen verlieren ihre Eigenständigkeit und werden Zweigstellen übergeordneter Einrichtungen in Grimma (Amtsgericht, Polizei, Schulamt, Landratsamt) bzw. Döbeln (Straßenmeisterei). In der Landesplanung wird Wurzen als Mittelzentrum ausgewiesen.
.XI.17. Nach 307 Tagen Bauzeit wird in der Nemter Straße ein Gemeindezentrum der "Sieben-Tage-Adventisten" eingeweiht.
1995.I.3. Seit Jahresbeginn läuft das Konkursverfahren für die Wurzener Möbel GmbH.
.VI.13. Der seit dem 29.5. währende Streik in der Dauerbackwaren GmbH endet mit einem Erfolg der Streikenden: Ihnen wird die 100%ige Angleichung ihrer Löhne an das Westniveau bis 1998 zugesichert.
.VII.14. Einweihung des Freizeit- und Erlebnisbades "Dreibrücken".
.Sommer Seit Mai kommt es wiederholt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen „links“ und „rechts“ orientierten Jugendlichen. Mehrfach massiver Polizeieinsatz.
.VIII.8. Übergabe des vollständig sanierten Rathauses.
.VIII.18. Stadtrat gibt seine Zustimmung zur Ansiedlung der World Ressources Company auf dem Gelände des früheren Motorenwerks.
.VIII.25. Die Erschließung des Gewerbegebiets Nord wird mit der Übergabe der Verbindungsstraße zwischen Collmener und Eilenburger Straße abgeschlossen.
.XI.11. Wurzen hat 17 346 Einwohner.
1996.Januar Baubeginn für einen Wohn- und Geschäftskomplex zwischen Gerhart-Hauptmann-Platz und Kannengießergasse.
.II.16. Übergabe des fertiggestellten Neubaus des Magnus-Gottfried-Lichtwer-Gymnasiums.
  Rosenmontag-Umzug der Schüler und Lehrer vom Domplatz in die Lüptitzer Straße
.II.26. Für den Erhalt des Wurzener Kreiskrankenhauses mit allen seinen Stationen haben bisher 18 115 ihre Unterschrift gegeben.
.V.6. Im Gebäude der grundlegend sanierten "Alten Wache" in der Friedrich-Ebert-Straße eröffnet die Dresdner Bank ihre 60. Filiale in Sachsen.
.VI.14. Die Turmuhr von St. Wenceslai hat ein funkgesteuertes Uhrwerk erhalten.
.V.31. Schließung der Wurzener Teppichfabrik. Ihr Konkurs wurde bereits am 6.12.1994 angemeldet.
.Sommer Baubeginn für den Wohnpark in der früheren Gärtnerei Spaak.
.IX.13. Boykottaufrufe in Leipziger Medien gegenüber Wurzen wegen "neofaschistischer Zentren" in der Stadt.
.XI.16. Antifa-Demonstration mit etwa 5 000 Beteiligten aus verschiedenen Bundesländern gegen angeblich "neofaschistische Umtriebe in Wurzen". 1 200 Polizisten und 50 Journalisten begleiten den Zug durch die Stadt. Im Vorfeld dazu und danach zuge-spitzte Medienkampagne gegen die Stadtverwaltung und den Bürgermeister (Presse, Rundfunk und Fernsehen, Internet).
.November Seit 1991 haben sich in Wurzen 121 Spätaussiedler aus der früheren Sowjetunion niedergelassen.
1997.I.14. Das Parkhaus in der Franz-Mehring-Straße mit 203 Stellplätzen wird der Öffentlichkeit übergeben.
.III.31. In Wurzen leben auf einer Fläche von 1 749 Hektar insgesamt 17 030 Einwohner; davon sind 9 012 weiblich, 8 018 männlich. Unter ihnen sind 129 Ausländer.
.IV.1. Wurzen wird durch die Landesregierung zur "Großen Kreisstadt" erklärt.
.V.15. Der Abwasserzweckverband "Mühlbachtal" beginnt mit dem Bau des Regenstaukanals in der Alten Nischwitzer Straße (Fertigstellung 2.4.1998).
.IX.24. Gegen 2.00 Uhr bricht in der Bäckerei der Dauerbackwaren GmbH ein Feuer aus, dem die Hallen für die Feingebäckherstellung vollständig zum Opfer fallen. Die Feuerwehr kann lediglich ein Übergreifen der Flammen auf die Hallen für die Waffelproduktion verhindern. Die Arbeitsplätze für 300 Mitarbeiter gehen durch die Katastrophe verloren.
.X.30. An der äußeren Collmener Straße beginnt das umfangreichste Aufforstungsprojekt des Freistaates auf dem Gelände des früheren Truppenübungsplatzes, der in Fortsetzung dieser Arbeiten auch von Kampfmitteln gesäubert wird. Die Stadt wird einen angrenzenden Streifen des Geländes erwerben. Sie bewirbt sich um die Ausrichtung der Landesgartenschau im Jahre 2002, die dann auf diesem Gelände stattfinden soll.
.Dezember 20,4% der Erwerbsfähigen sind in Wurzen arbeitslos, das sind insgesamt 4 637 Frauen und Männer.
1998.IV.16. Erster Spatenstich für den Erweiterungsbau im Kreiskrankenhaus (Notaufnahmestation).
.V.19. Grundsteinlegung für den Neubau der Dauerbackwaren GmbH.
.V.12. Übergabe der neuen Förderschule für geistig Behinderte in der Lüptitzer Straße.
.VI.21. Die Fußballer des ATSV "Frisch auf" steigen in die Landesliga auf.
.VII.1. Fortführung des Abrisses der alten Wasserglasfabrik. Dazu werden 60 ABM-Kräfte eingesetzt.
.IX.3. Übergabe der völlig umgebauten und sanierten Schule am Domplatz 7/8 als Haus 2 des Beruflichen Schulzentrums Wurzen.
.IX.19. Einweihung des Neubaus der Schokoladen- und Gebäckfabrik der Stollwerck AG auf dem Gelände der im Vorjahr abgebrannten Produktionsstätte der Dauerbackwaren GmbH im Beisein von Bundesaußenminister Dr. Kinkel und von Ministerpräsident Kurt Biedenkopf. Dr. Hans Imhoff, der Aufsichtsratsvorsitzende der Stollwerck AG, erhält die Ehrenbürgerschaft der Stadt Wurzen.
.X.1./3. Die Schulmusiktage Sachsen/Baden-Württemberg finden in Wurzen statt. Abschlusskonzert am Tag der Einheit im Großen Saal des Gewandhauses zu Leipzig.
.XI.26.-28. Der NPD-Treffpunkt in der Dresdener Straße 62 wird von der Polizei am Abend der 26.11. geschlossen. In dem Gebäude, das einem Wurzener Bauunternehmer gehört, sollte am 28.11. der Landesparteitag der rechtsextremen Partei stattfinden.
.Dezember Das Drahtseilwerk wird von der Mutterfirma in Hamm geschlossen.
1999.II.1. Borsdorf und Pahnitzsch werden dem Wurzener Polizeirevier zugeordnet. Beide Gemeinden gehören auf Grund des ab 1.1. 1999 vollzogenen Stadt-Umlandgesetzes zum Muldentalkreis.
II.6. Nach über zweijähriger Bauzeit wird die Außenstelle Wurzen des Grimmaer Amtsgerichtes (der frühere Nordbahnhof in der Friedrich-Ebert-Straße) feierlich eingeweiht.
II.20. Der Pegel der Mulde erreicht mit 3,23 Metern seinen diesjährigen Höchststand. Am 4.3. verursachen Schneeschmelze und Regenfälle einen Pegelstand von über vier Meter. Alarmstufe 2 wird im Landkreis ausgelöst. Keine nennenswerten Schäden.
IV.16. Der Förderverein Mittleres Muldengebiet beginnt am „Tag des Waldes“ unter Mithilfe der Bevölkerung den künftigen Stadtwald auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz anzulegen.
V.20./21. Wiedereröffnung des Kulturgeschichtlichen Museums in der Domgasse. Am 21.5. Museumsball. Über die Pfingsttage ist das Museumsgebäude erstmals wieder nach vielen Jahren für die Bürger geöffnet. Die ständige Ausstellung ist völlig neu gestaltet worden.
V.27. Die ersten Gebäude der früheren Artilleriekaserne, die bis 1993 durch die russische Besatzungsmacht genutzt wurden, sind saniert. An der Juelstraße werden sie als Wohnpark über-geben.
VI.13. Die Wahlen zum Wurzener Stadtrat ergeben folgende Sitzverteilung: CDU 12, SPD 8, PDS 1, FDP 1, NPD 1.
VI.30. Der Abriss und die Beräumung der 100 000 Quadratmeter großen Fläche des Altwerks der Wasserglasfabrik ist beendet. Für diese Maßnahme waren 50 ABM-Kräfte eingesetzt.
VII.3. Erste Mulde-Regatta von Grimma nach Wurzen mit 727 Teilnehmern in 310 Booten.
VII.11. 40-jähriges Jubiläum der Musikschule Muldental "Theodor Uhlig". Festkonzert in der Aula des Gymnasiums.
  Einweihung der neuen Eule-Orgel in der Stadtkirche St. Wenceslai.
VIII.23. Einweihung der neuen Produktionsanlage bei der World Ressources Company an der Lüptitzer Straße im Beisein von Kurt Biedenkopf.
IX.9. Inbetriebnahme des Nemter Pumpwerkes für die Einleitung der Abwässer in die Wurzener Kanalisation.
IX.13. Mit der Renaturierung des "Goldenen Tälchens" wird begonnen.
IX.28. Beginn der Bauarbeiten am neuen Bahndamm und für die neue Eisenbahnbrücke über die Mulde. Die Modernisierung der Linie Leipzig-Dresden zur Intercity-Strecke machen einen neuen Damm und eine neue Brücke notwendig.
X.28. Die katholische Herz-Jesu-Kirche am Roitzscher Weg wird 100 Jahre alt. Dieses Jubiläum ist für die katholische Gemeinde der Stadt Anlass, an ihre Entstehung und Entwicklung seither zu erinnern.
X.30. Das Pesthäuschen auf dem früheren Alten Friedhof wird nach erfolgter Restaurierung der Öffentlichkeit präsentiert. Es hat zusätzlich schützende Metallgitter erhalten, um weiteren Zerstörungen vorzubeugen. Die Arbeiten wurden zum größten Teil mit einer Spende des Wurzener Ehrenbürgers Dr. Hans Imhoff finanziert.
XII.31. Wurzens Einwohnerzahl sinkt weiter. Am letzten Tag des Jahres sind 16 229 Personen in Wurzen gemeldet.
2000. Januar Fast jeder 5. Wurzener im berufsfähigen Alter ist arbeitslos. Die Statistik für Januar nennt 4 577 Arbeitslose.
III.30. Die Stadt erhält wieder einen Friedensrichter. Carola Sperling wurde durch den Stadtrat für dieses Amt vorgeschlagen.
IV.30. Der traditionsreiche Wurzener Betrieb Wutra GmbH wird geschlossen. Anfang des Jahres musste er Konkurs anmelden. 61 Beschäftigte werden arbeitslos. 31 von ihnen werden ab 1.5. von der Emde Industrietechnik übernommen, die einen Teil der Produktion auf dem Gelände des früheren Motorenwerks wie-terführt.
V.8. Die neue Straße im Eigenheimbaugebiet am Dehnitzer Weg erhält den Namen Conley-Ring. Der Namengebung wohnt Susan Pollard bei, die Tochter des amerikanischen Offiziers, der am 24.4.1945 die kampflose Übergabe der Stadt annahm.
V.29. Nach 25 Monaten Bauzeit wird die neue Notaufnahmestation im Krankenhaus fertiggestellt.
VI.22. Der Präsident des Deutschen Bundestages Wolfgang Thierse weilt auf Einladung des Netzwerkes für demokratische Kultur in Wurzen. Bei einer Diskussionsrunde im Alten Rathaus zeigt sich Wolfgang Thierse betroffen über die latente Rechtslastigkeit in weiten Kreisen der Bevölkerung, auch der Wurzens.
VII.1. 2. Mulde-Regatta von Grimma nach Wurzen mit 791 Teilnehmern in 337 Booten.
VII.10. Im Badergraben beginnen die Arbeiten zu seiner Neugestaltung. Es wird in seiner Mitte eine 40 m lange "Insel" angelegt, die mit Bäumen, Sträuchern und Bodendeckern bepflanzt werden soll.
VII.14. Auf dem Gelände des Neuwerks des früheren Motorenwerks an der Lüptitzer Straße beginnen in Anwesenheit von Dr. Schommer, dem sächsischen Staatsminister für Wirtschaft und Arbeit, die Erschließungsmaßnahmen für ein neues Mittelstandszentrum.
VII.29. Am Vormittag demonstrieren 65 Personen gegen die "Kriminali-sierung" von Hundebesitzern in der Innenstadt.
VIII.31. Das Caritas-Altenheim St. Hedwig hinter der katholischen Kirche zwischen Torgauer Straße und Roitzscher Weg wird eingeweiht.
IX.25. Heute beginnt die "Schließwoche" von Wurzener Ärzten. Mit ihren geschlossenen Praxen protestieren sie gegen die Gesundheitspolitik der Bundesregierung.
IX.30. Die öffentliche Ausschreibung des Wurzener Schlosses durch die Staatsregierung läuft ab. Bis jetzt hat sich jedoch noch kein Investor für das 500 Jahre alte und sanierungsbedürftige Schloss gefunden.
X.2. Im Badergraben wird der "Jahrtausendstein" enthüllt, mit dem die Bürger der Stadt an die Opfer von Kriegen und politischer Gewalt im zu Ende gehenden Jahrhundert erinnern wollen.
XI.6. Der Beigeordnete Dr. Jürgen Schmidt wird von der CDU-Ortsgruppe als Kandidat für die Wahl des Oberbürgermeisters am 10.06.2001 nominiert.
XI.25. Der 120 m hohe Schornstein des einstigen Heizwerkes an der äußeren Torgauer Straße wird am Nachmittag gesprengt.
Dezember Das Jahrtausend geht mit einschneidenden Abrissen von Gebäuden zu Ende: Im November verschwanden bereits ein einsturzgefährdetes Wohnhaus (Johannisgasse 8) und die "Goldene 13" zwischen Schuh-, Johannis- und Finsterer Gasse. Jetzt folgen das "Beamtenhaus" der früheren Mühlenwerke am Mühlgraben und ein Gebäude der GHG an der Dresdener Straße.
XII.20. Im Kulturgeschichtlichen Museum wird ein weiterer Teil der ständigen Ausstellung eröffnet.
XII.21. Nach 72 Monaten Bauzeit wird die grundlegende Sanierung der Pestalozzi-Mittelschule mit der Einweihung der rekonstruierten Turnhalle abgeschlossen.