VEREINSPROJEKT MARGARETENKREUZ

Das Vereinsprojekt 2022: Die Erneuerung des Margaretenkreuzes an der Mulde

Das Margaretenkreuz am Hochufer der Mulde bei Dehnitz, gelegen am sogenannten „Kleinen Felsen“ war über Jahrzehnte ein markantes touristischen Zeichen und Erinnerung an den Freitod eines vierzehnjährigen Mädchens aus Grimma im Jahre 1924. Im Herbst 2021 stürzte das Holzkreuz, welches im Jahr 1998 auf Initiative des Wurzener Geschichts- und Altstadt-Vereins, speziell durch den damaligen Vorsitzenden Gerhardt Grunwald und den hochverehrten Stadthistoriker Richard Klinkhardt, aufgestellt wurde, um.

Eine Restauration des alten Holzkreuzes erschien nicht sinnvoll, und so wurde ein neues Kreuz aus Profilstahl gefertigt, hergestellt durch die uneigennützige Hilfe von Matthis Junghans, Machern und Volker Dumjahn, Burkartshain. Mit den Schülern einer dritten Klasse des Bildungszentrum Püchau e.V. unter Leitung der Schulleiterin Frau Ullrich erfolgte im Rahmen einer Projektarbeit Heimatforschung die Farbgebung des Kreuzes. Am 19. Mai 2022 wurde das Kreuz wieder aufgestellt, Hilfe kam vom Bauhof der Stadt Wurzen sowie vom Milchgut Nemt, welches mit einem Hublader zur Stelle war, um das Kreuz in das vorgefertigte Loch zu heben. Am 17. Juni wurde in einer gemeinsamen Feier von Geschichtsverein und dem Heimatverein Dehnitz das Kreuz gesegnet. Katrin Lehne, die Vorsitzende des Heimatvereins, hatte Kuchen und Kaffee organisiert, so daß rund 50 interessierte Freunde die Geschichte um das Kreuz nochmals sich vergewisserten. Der Wurzener Geschichts- und Altstadt-Verein hatte die Schüler und Lehrer der dritten Klasse des Bildungszentrums Püchau zu einer Schiffsfahrt auf der Mulde eingeladen, um vom Wasser her das Kreuz zu erspähen und den Kindern die Fortführung eines Schulprojektes „Margaretenkreuz“ zu ermögliche. Die Lokalpresse begleitete das Projekt und im Wurzen Journal wurde dazu berichtet.

Hier der Text vom Wurzener Ehrenbürger  Richardt Klinkhardt zum Margaretenkreuz, geschrieben wahrscheinlich 1994

Die Todesanzeigen über Margarete Gey in der Zeitung von 1924.

Die Aktionen 2022

1. Die Schüler beim Streichen des metallenen Kreuzes.

Wolfgang Ebert und Dr. Jürgen Schmidt berichteten über das Mädchen Margarete Gey.

2. Das Aufstellen des Kreuzes am Muldeufer

Mit Schnellzement wird das Kreuz fixiert, Matthias Junghans hat die Regie, Katrin Höhme bringt Muldewasser und der Dehnitzer Altbauer Fritz Lehne, früherer stellv. Landrat, gibt Ratschläge und hat den Standort des neuen Kreuzes bestimmt.



Die Schulleiterin von Püchau (rechts) und andere beobachten die Aktion.


Am Ende ein kühler SchluckDas Kreuz steht und ist weit sichtbar in der Muldenaue

3. Die Kreuzweihe und ein Fest am Muldeufer

Die „Macher“ Metallbauer Volker Dumjahn und Tischler Matthias Junghans.


Vereinsvorsitzender Pfarrer Alexander Wieckowski (links) hielt die Andacht und die Vorstandsmitglieder Dr. Jürgen Schmidt und Wolfgang Ebert beim gemeinsamen Gesang des herrlichen Liedes von Paul Gerhardt „Geh aus mein Herz und suche Freud´“




Die Vorsitzende des Dehnitzer Heimatvereins Katrin Lehne hatte mit ihren Vereinsmitgliedern das kleine Fest am Muldeufer organisiert.

 

4. Eine Schiff-Fahrt auf der Mulde mit den Schülern aus Püchau als Dankeschön für das Streichen des Kreuzes, organisiert vom Wurzener Geschichts- und Altstadt-Verein.


Fotograf Peter Kayenberg begleitete die Fahrt


Am Ende waren alle toll begeistert.

 

Alle Fotos von Kayenberg und Dr. Regina Schmidt