Damaschkestraße
- Führt vom Dehnitzer Weg westwärts bis zum Bootshaus am Muldewehr. Seit dem 1.8.1928 nach dem Bodenreformer Adolf Damaschke (1865-1935). Die Bebauung mit Ein- und Zweifamilienhäusern erfolgte um 1928, dabei haben die späteren Besitzer im Sinne Damaschkes Eigenleistungen erbracht, um die Baukosten zu senken}
- Name des Gartenvereins nördlich der Straße.
Dammühlenweg (N)}
Amtlich seit dem 1.1.1994. Geht am östlichen Ortsausgang von Nemt von der Alten Poststraße nach Norden ab. Führt als Fußweg nach der Dammühle in Mühlbach
Dehnitz
Dorf südlich von Wurzen am Talhang der Mulde und am Ausgang des Mühlbachtales. Seit 1950 Ortsteil von Wurzen. Ersterwähnung 1185 als Taniz. Name slawischen Ursprungs: "Ort des Tena (oder Chotena)".} Obwohl ursprünglich im Wurzener Land liegend, kam es - zum Rittergut Nischwitz gehörig - an das Amt Grimma und bildete fortan eine Esklave dieses Amtes im Stiftsterritorium. 1542 erscheint es nach Wurzen eingepfarrt (⇒ Dehnitzer Kirchweg)
Dehnitzer Kirchweg
(1766)1.: Ehemaliger Flurweg. Er führte einst vom Nelkeborn am Rande des Muldetales nach Süden zum Dorf Dehnitz. Beim Bau der Filzfabrik verschwanden Brunnen und Weg. 2. ⇒ Dehnitzer Weg (1.)
Dehnitzbach
⇒ Mühlbach
Dehnitzbüscher
⇒ Hirtenteich ...
Dehnitzer Lache
(D) Der Mündungsarm des Mühlbaches in die Mulde westlich von Dehnitz. Zusammen mit dem Bruch ehemaliger Muldenarm.
Dehnitzer See
⇒ Bruch
Dehnitzer Weg
- Seit dem 11.7.1872 für den Weg vom östlichen Ende der heutigen Beethovenstraße bis zum Anschlussgleis der alten Wasserglasfabrik. Ursprünglich Dehnitzer Kirchweg (Flurbuch von 1766). 1929 wurde südlich der Kartonagenfabrik die Unterführung unter der Eisenbahnstrecke gebaut (Planert-Teich). Der nördlich davon liegende Teil (bis zum ehemaligen Rondell) seit 1997 ⇒ Carl-Magirius-Straße.
- Name eines Gartenvereins westlich der Straße, 1917 gegründet.
Deponie
Jetzt übliche Bezeichnung für einen Platz, an dem Zivilisationsabfälle geordnet abge-lagert werden. Für Wurzen insbesondere für die sogenannte Schuttgrube ("Schuttscher") im Bereich des Kieselberges, ehemalige Sandgrube (seit 1946 verstärkter Abbau, 1978 Einstellung des Abbaus, später nur noch vereinzelt Nutzung des Sandes), seit 1976/78 bis 1991 Ablagerung von Müll aus der Stadt, heute geschlossen und abgedeckt} Ähnliche Stellen gab es im 19. Jh auch im Bereich Bgm.-Schmidt-Platz, im Rietzschketal (Schiller-/ Goethestraße) und bis etwa 1970 an der Oelschützer Straße ("Kretzschmars Sandgrube").
Deuben
Straßenangerdorf westlich von Bennewitz an der B 6. Ersterwähnung 1335 als Duben. Name slawischen Ursprungs: "Eichenort"} Ursprünglich zum Wurzener Land gehörig, kam es schon zeitig an das markgräfliche Amt Naunhof (1359 noch bischöflicher Besitz, aber Markgraf beansprucht bereits die "Bete"; 1378 bei Naunhof verzeichnet). 1547 im Amt Grimma. 1950-1974 Ortsteil von Wurzen, seitdem Ortsteil von Bennewitz.
Diakonat
Links vom Domtor in Richtung Domplatz. Ursprünglich ein "Vikarienhäuslein", das Bischof Johann von Haugwitz 1580 in der Konkordie dem Rat der Stadt übereignete als Wohnung für den Diakon, der seit 1542 in der Nähe der Wenceslaikirche gewohnt hatte. Zerstörung 1637, danach wieder aufgebaut. Abbruch 1880.
Diesterwegschule
Seit 1949 Name für die ehemalige Mädchen-Bürgerschule. Ab 1959 10-klassige Ober-schule. Als diese 1991 nur noch Grundschule blieb und in das Gebäude der ehemaligen EOS verlagert wurde, wanderte der Name mit, heute Diesterweg-Grundschule.
Dietrich-Eckart-Schule
Zwischen 1941 und 1945 Name der Allgemeinen Volksschule für Jungen nach dem "Dichter des Nationalsozialismus" und Freund Adolf Hitlers Dietrich Eckart (1868-1923), heute Pestalozzi-Mittelschule
Doktorteich
Letzter der drei von Johann von Salhausen angelegten Teichen (ehemalige Altwässer der Mulde?) zwischen Filzfabrik und Eisenbahndamm. Auf Werls Plan von 1869 noch eingezeichnet. Heute nicht mehr vorhanden. Name rührt höchstwahrscheinlich von Superintendent Dr. Christoph Daniel Schreiter (1624-1714) her, dem der Teich als Besitzer des Steinhofes gehörte. (⇒ Hellerlöcher und Hellerhäuschen)
Dom, St. Marien
Die Bezeichnung (Thum) kam schon in vorreformatorischer Zeit auf, weil die meißnischen Bischöfe oft im Schloss residierten. Im eigentlichen Sinne also keine Kathedrale, blieb die Bezeichnung dennoch in Gebrauch. Auch das Verbot dieses Prädikats 1770 durch Kurfürst Friedrich August III. änderte daran nichts.} Ursprünglich das "Münsterlein" (monasteriolum) des von Bischof Herwig begründeten Kollegiatstiftes. Als Pfeilerbasilika mit zwei Türmen am 16.8.1114 geweiht. 1260 Erweiterung durch Ostchor, dessen Balkendecke wurde im 14. Jh. durch Ziegelgewölbe ersetzt, gleichzeitig Umbau des Südschiffs zur Halle. Nach 1476 (Brand) Erneuerung. Unter Bischof Johann von Salhausen weitere Ergänzungen: 1503 Westchor mit Gradnetz und Altären (die dazugehörigen Steinfiguren Donatus, Otto I. und Johannes der Täufer befinden sich heute an der Nordseite des Mittelschiffs), 1508 Ostschluss mit feingliedrigem Sterngewölbe, 1515 südöstliche Anbauten. Erneuerungen und Reparaturen nach dem 30-jährigen Krieg und zwischen 1710 und 1721 bzw. 1817 und 1819. Erste denkmalpflegerische Instandsetzung im Innern 1931/32, gleichzeitig moderne Ausgestaltung mit Bronzewerken von Georg Wrba. Erneuerung des Daches und der Türme 1986-1993. Abschluss der umfangreichen und grundlegenden Sanierung 2004
Domberg
Gelegentlich Bezeichnung für den westlichsten Teil des Schlossberges (mit Dom und Schu-le). Schöttgen 1717: (die Rietzschke) "fällt hinter dem Dom-Berge in die Mulde" oder "das unten am Dom-Berge gelegene Teichlein".
Domgasse
Eine der ältesten und malerischsten Straßen der Stadt, sicher ursprünglich einer der alten Zugänge zur Burg. Sie verbindet den Nordausgang der Wenceslaigasse und die Südwestecke des Marktes (Liegenbank) mit dem Domplatz. Das Gebäude Domgasse 13 gilt als das älteste Bürgerhaus der Stadt. Bis 1880 stand an ihrem westlichen Ende der Gasse das Domtor, der einzige Zugang zur ehemaligen Domfreiheit.
Domfreiheit
Bis ins 19. Jh. für ⇒ Domplatz ; bis 1880 durch das Domtor von der eigentlichen Stadt getrennt. Schöttgen (1717): "Der Dom, den man vor alten Zeiten die Freiheit genennet hat." Das Gebiet der "Freiheit" unterstand bis 1843/45 nicht dem Rat, sondern dem Amt bzw. dem Domkapitel ("Capitul") und war demzufolge auch frei von städtischen Abgaben und Steuern.
Domplatz
Seit 1843, nach Bildung der neuzeitlichen Stadtgemeinde (Wurzen) und dem Wegfall der Eigengerichtsbarkeit Name für den Platz vor dem Dom auf der Domfreiheit. Bis um 1890 war der heute weite Platz noch dicht mit Gebäuden bebaut, die im Zusammenhang mit dem Domkapitel und der Stiftsregierung standen. Noch bei Werl 1869 ist nördlich der Schultreppen die Schulgasse verzeichnet. Am Westhang (heutiges Schulgelände) befanden sich die Stiftssuperintendentur und nebenan das Haus St. Barbara. Mit dem Bau der Bürgerschule 1879/81 erhielt der Domplatz eine völlig neue Gestalt.
Domteich
Nicht mehr zu lokalisieren, könnte ein anderer Name für den Postteich im Rosental gewesen sein. Von einem weiteren Teich im Rietzschke-Tal bzw. im Rosental ist nichts Weiteres bekannt. Möglich ist, dass eine der durch den Teichdamm gebildeten Hälften des Postteiches damit bezeichnet wurde.
Domschule
1.: Die erste Wurzener Schule war eine Einrichtung des Kollegiatstiftes (Stiftsschule) und befand sich in unmittelbarer Nähe zum Dom, vielleicht auf dem Gelände der alten Scholasterie. Für 1223 ist unter den Kanonikern des Wurzener Stifts bereits ein scholasticus (der "Schulherr", der für die Ausbildung des Klerikernachwuchses verantwortlich war) erwähnt. Diese Bildungseinrichtung des Stifts bestand bis zur Reformation und wurde 1542 mit der deutschen Stadtschule zu einer ⇒ Lateinschule in städtischer Trägerschaft vereinigt} 2.: Nach 1990 volkstümlich für die in die alte Diesterwegschule (Domplatz 7) verlagerte Goethe-Schule, die kurze Zeit den Namen Goethe-Schule am Dom führte, bis Februar 1996 Hauptgebäude des Magnus-Gottfried-Lichtwer-Gymnasiums (⇒ Diesterweg-schule). 1997/98 Umbau für das Berufliche Schulzentrum Wurzen.
Domtor
Am westlichen Ende der Domgasse und Eingang zur Domfreiheit, also kein Außentor der Stadt. Angebaut an das Gebäude Domgasse 17/19, dessen nordwestliche Schräge noch dem Standort des Tores geschuldet ist. 1880 als letztes der Wurzener Stadttore abgebrochen
Donatus, (St.)
Einer der Patrone des Meißner Stifts (spätgotische Plastik im Dom). Bischof Johann von Salhausen benannte 1502 die Badergasse nach dem Heiligen. Im Gegensatz zur Johan-nisgasse setzte sich in der Bevölkerung der neue Name nicht durch.
Donatsgasse
(letztmalig 1852) ⇒ Badergasse
Dorfbach
⇒ Mühlbach
Dorfstraße
1.: ⇒ Alte Dorfstraße (bis 2007). 2. (N) ⇒ Alte Poststraße
Dreibrücken, Drei Brücken
1.: Gasthaus zu den drei Brücken (1843) Bis nach 1945 Gaststätte südlich der B 6 an der Strombrücke (Leipziger Straße 2), an der Stelle des alten ⇒ Fährhauses (1.). Benannt nach den "drei Brücken" über Mulde, Flutbett und Mühlgraben. Name der Gaststätte 1893-1912 "Tivoli". In dieser Zeit Versammlungsort der Wurzener Sozialdemokraten und Arbeiterturner. 1957 geschlossen. Zunächst "Station Junger Techniker und Naturforscher", danach Wäscherei und chemische Reinigung. 1991/94 Geschäft für Wohnraumtextilien. Danach bis 1999 griechisches Restaurant („Ela ela“). Nach schwerem Flutschaden 2002 und Brandstiftung 2003 abgerissen.} 2.: Dreibrücken - Freizeit- und Erlebnisbad: Name des 1993-1995 völlig umgebauten und modern ausgestatteten ehemaligen Stadtbades am Birkenwäldchen. Eröffnung am 14.7.1995. Name ist in Anlehnung an die Lage und in Erinnerung an 1. gewählt worden.
Dresdener Straße
Seit Beginn des 19. Jh. Fortsetzung des Crostigalls nach Osten. Sie führt von der Victoria-Kurve an durch das Industrieviertel (seit 1860 entstanden) entlang des Eisenbahngeländes. Sie bildet ab Einmündung Beethovenstraße einen Teil der Bundesstraße 6 im Stadtgebiet. Bis 1813/14 wird die Trasse nach dem Osten meist Heerstraße genannt.
Dr.-Külz-Straße
Führt vom Nordende der Albert-Kuntz-Straße zur Friedrich-Ebert-Straße. Seit 1948 nach dem ehemaligen Reichstagsabgeordneten und Mitbegründer der LDPD in der Sowjetischen Besatzungszone Dr. Wilhelm Külz (1875-1948) benannt. Vorher seit dem 13.7.1904 Eckhardtstraße, nach dem Stadtgutbesitzer (⇒ Stadtgüter) und Stadtverodnetenvorsteher Karl Eckhardt (1844-1906)
Dr.-Goerdeler-Straße
(1948- ca. 1960) ⇒ Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße
Dr.-Otto-Nuschke-Platz
(1959-1991)} ⇒ Jacobsplatz
Dr.-Rudolf-Friedrichs-Straße
Verlängerung der Walter-Rathenau-Straße ab Goethestraße nach Osten bis zum Friedhof. Vermutlich seit 1947 nach dem ersten Ministerpräsidenten Sachsens nach dem 2. Weltkrieg Dr. Rudolf Friedrichs (1892-1947). Vorher seit 1911 Moltkestraße nach dem preußischen Generalfeldmarschall Helmuth Graf von Moltke (1800-1891).} Erste und nennenswerte Gebäude an dieser kurzen Straße waren die Turnhalle des Männerturnvereins (1890, heute GutsMuths-Halle), die alte Handelsschule (1903) und das Umspannwerk (Nr. 7).
Eckhardts Erben
⇒ Stadtgut
Eckhardtstraße
(1904-1945) ⇒ Dr.-Külz-Straße
Eduard-Schulze-Straße
Zwischen Dehnitzer Weg und Liststraße. Seit 1948 (?) nach dem 1948 verstorbenen Mitbegründer und ersten Vorsitzenden des Arbeiter-Turn- und Sportvereins "Frisch auf" (gegr. 1898). Angelegt 1924, um den Fahrverkehr von Nemt und Oelschütz zum Dehnitzer Weg umzuleiten, da der Bahnübergang zur Bahnhofstraße bei der Neugestaltung des Bahnhofsvorgeländes durch eine Fußgängerunterführung ersetzt wurde. Ursprünglich seit dem 28.9. 1924 Seetzenstraße nach dem langjährigen Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister von Wurzen (1899-1927) und Präsidenten des evang.-luth. Landeskonsistoriums Dr. Dr. Anton Friedrich Theodor Seetzen (1869-1943) aus Anlass seines silbernen Amtsjubiläums.
Ehrenhain
Am 6.10.1974 im vorderen Teil des Stadtparkes (am Standort des zu diesem Zweck ent-fernten Juel-Denkmals) eingeweiht, bestehend aus dem "Denkmal der Freundschaft" (lebensgroße Eisenguss-Doppelplastik: sowjetischer Soldat und deutscher Arbeiter - ursprünglich vor der Stadtverwaltung aufgestellt), einer beidseitig nach vorn ge-schwungenen Steinmauer mit Namenstafeln sowjetischer Soldaten, die in Wurzen verstarben (ihre sterblichen Überreste wurden aus dem ursprünglich benachbart gelegenen kleinen, eingezäunten Gräberfeld überführt) oder auf Antrag ihrer Angehörigen hier "verewigt" wurden, und Gedenktafeln für die Opfer des Hungermarsches vom April 1945 sowie der Bronzebüste von Albert Kuntz (ursprünglich im Eingangsbereich zum Albert-Kuntz-Stadion) und einem Flammenbecken.} Im Ehrenhain fanden bis 1989 regelmäßig Bekenntnis-Veranstaltungen zum Tag der Befreiung (8. Mai), zur Woche der Waffenbrüderschaft (um den 23. Februar), zur Aufnahme in die FDJ oder zu anderen Gelegenheiten statt.
Ehrenmal
1930 fertiggestellte, dem Andenken an 690 namentlich genannte, im 1. Weltkrieg gefallene Wurzener gewidmete Gedächtnisstätte am Südrand des ehemaligen Alten Friedhofs, gegenüber dem Bahnhof, dessen parkähnlich gestaltetes Vorgelände eine Einheit mit dem Ehrenmal bildet. Das aus Mitteln der Hermann-Ilgen-Stiftung errichtete Bauwerk besteht aus einer Bronze-Doppelplastik (liegender Soldat und sich darüber beugende weibliche Figur) unter einem weiten steinernen Spitzbogen, dem sich nach Norden ein rechteckiger Hof anschließt, der von Steinpfeilern mit verbindenden Architraven gebildet wird. Auf der Innenseite der Pfeiler sind die Namen der Gefallenen und Vermissten eingemeißelt. An der Südseite rechteckiges Wasserbecken mit Springbrunnen. Bis 1945 Ort militaristischer Traditionspflege.} Die Frauenfigur in der Tracht der St.-Georgs-Schwestern soll die Gesichtszüge der schwedischen Philantropin Elsa Brändström (1888-1948) tragen.
Eichenweg
(R) Seit dem 13.5.1998 für die Stichstraße von der Kaufhalle am Roitzscher Weg bis zum Spielplatz nördlich des früheren Rittergutes.
Eierpfuhl
Flurstück mit hohem Grundwasserstand; Sumpfwiese, auf der Wasservögel brüteten} 1. auch Retschitzer Pfuhl (Naumann): Nr. 1699 Flurbuch Wurzen zwischen äußerer Torgauer Straße und dem alten Körlitzer Weg, nicht weit vom Tonneborn} 2. Großer und Kleiner E.: } Zwischen Wurzen und Dehnitz nördlich des Wachtelberges. Heute Standort der neuen Wasserglasfabrik.
Eilenburger Gasse
(bis 1846) ⇒ Albert-Kuntz-Straße
Eilenburger Platz
(bis 1933) ⇒ Gerhart-Haupt-mann-Platz
Eilenburger Straße
1.: Seit 1845 als Ersatz für die unzulängliche Alte Nischwitzer Straße angelegte Chaussee zwischen Wurzen und Nischwitz. Der ältere innere Teil (bestehend aus der Eilenburger Gasse und ihrer Fortsetzung) hieß seit 1933 Seldtestraße, seit 1945 ⇒ Albert-Kuntz-Straße. Der äußere Teil, die eigentliche "Chaussee", bis zur Kleegasse ab 1953 Kutusowstraße. Heute trägt demzufolge nur noch der äußerste Teil der Straße diesen Namen.
2.: Name des Gewerbegebietes nördlich der Straße (seit 1993).
Eilenburger Tor
Wehrhaftestes der Wurzener Stadttore am Ausgang der Eilenburger Gasse, zwischen Stadtgraben und An der Mauer gelegen. Im Turm des Tores befand sich die Ratsfron-feste. Abbruch von Tor und Turm 1844, bei dieser Gelegenheit wurden im Turmknauf Nachrichten über die Greuel während des 30-jährigen Krieges gefunden.
Eilenburger Viertel
Die sogenannte Eilenburger Vorstadt, der nördliche, vor dem Eilenburger Tor gelegene Teil der Stadt mit der Berggasse, dem heutigen Gerhart-Hauptmann-Platz (Spielberg, Saugrube), der Albert-Kuntz-Straße (Eilenburger Gasse bzw. Straße) und der Altstadt.
Eisenbahnbrücke
⇒ Brücken, Leipzig-Dresdener Eisenbahn
Eisenbahnstraße
(kurzzeitig vor 1840) ⇒ Bahn-hofstraße
Elektrizitätswerk
Im Zusammenhang mit der “Industriebahn Wurzen” (gleislose Gütertransportbahn) 1908/09 entstandenes Kraftwerk in der Dresdener Straße 71. Die Stadt Wurzen bezog von dort seit 1911 6000-V-Drehstrom, der in der stadteigenen Umformerstation (Gebäude Dr.-Rudolf-Friedrichs-Straße 7) in 220-V-Gleichstrom umgewandelt wurde. Bis 1928 in Betrieb.
Erich-Weinert-Straße
Um 1960 benannt nach dem Dichter, Spanienkämpfer und Vorsitzenden des National-komitees "Freies Deutschland" Erich Weinert (1890-1953). Im Neubaugebiet auf den Schladebachschen Feldern gelegen, führt die Straße von Am Steinhof nach Norden und in einem rechtwinkligen Bogen nach Osten zur Haugwitzstraße. Zu Beginn der 1930er Jahre wurde dieses Gelände bereits zu Bauzwecken überplant. Eine der geplan-ten Straßen, die etwa der Lage der heutigen ent-spricht, sollte Salhausenstraße (seit dem 11.1.1933) heißen nach dem Bischof Johann (VI.) von Salhausen (1444-1518, Bischof seit 1487), der das Wurzener Schloss erbauen ließ.
Ernst-Thälmann-Straße
(1945-1991) ⇒ Marienstraße
Exerzierplatz
Militärisches Übungsgelände nördlich von Wurzen zwischen Collmener und Lüptitzer Straße. Bereits Ende des vorigen Jh. im Zusammenhang mit den beiden Kasernen ent-standen. 1945-1993 von der Sowjetarmee genutzt und erweitert. Seit 1996 amtlich zunehmend auch Schießplatz genannt, womit auf die militärischen Altlasten aufmerksam gemacht wurde. Erste Baumpflanzung im Zuge der Renaturierung des Geländes am 30.11.1997 (⇒ Stadtwald).
Fähre
1.: Die alte Wurzener Fährstelle (zu 1573 erstmalig erwähnt) befand sich bis 1830 an der Stelle, wo die Strombrücke bis 2006 die Mulde überquerte. Sie diente sowohl dem Personen- als auch dem Handelsverkehr. Die Einnahmen der Seilfähre standen dem Rat und dem Capitul zu, die deshalb einen Brückenbau nicht mit Nachdruck verfolgten.
2.: Im heutigen Sprachgebrauch die Kahnfähre zwischen Dehnitz und Schmölen. Seit 12.8.1910 in Betrieb, ab 1928 mit "Gondelstation". Seit 1931 Ausflugsfahrten mit einem Motorboot. Bis 1969 privat (Max und Rudolf Lehmann), danach von der Stadt übernommen, 1995 Reprivatisierung (Verkauf).
Fährhaus
1.: Das zur alten Muldenfähre gehörige Gebäude befand sich bis 1830/31 an der Stelle der ehemaligen Gaststätte Drei Brücken. Es war der Wohnsitz des Fährmanns.} 2. (D): Der Name bezieht sich heute auf das Gebäude der Dehnitzer Fähre zwischen Dehnitzer Lache und Mulde.
Fährstraße, alte
Verbindungsweg zwischen Fähre und der Brücke an der Stadtmühle über den Mühlgraben durch die Aue. Dieser Weg, der am Geleitshaus vorbeiführte, wurde nach dem Bau der Brücken über Mulde, Aue und Mühlgraben überflüssig. In der Gebhardt-Promenade lebte er noch bis ins 20. Jh. fort.
Fährwinkel
Landspitze zwischen Mulde und ehemaligem Mühlgraben bzw. dem Einfluss des früheren Betriebskanals, südlich der Muldenbrücken. An seiner östlichen Seite (im Mühlgrabenbereich) bis ins 17. Jh. Stelle zum Anlanden der Muldeflöße. Durch den Bau des Betriebskanals (bis 1927), vor allem aber durch den Rückbau des Kanals nach 1983 ging der Charakter der Halbinsel völlig verloren.
Färbehaus
⇒ Stadtgüter
Färbergasse
Zwischen der Wenceslaigasse unterhalb der Kirche und dem späteren Rosental. Gehört zu einem der ältesten Siedlungskerne der Stadt Wurzen. Name sicherlich seit dem Mittelalter nach dem Gewerbe, das die Nähe der Rietzschke bevorzugte} An ihrer Einmündung in das Rosental verzweigte sich bis 1986 die Gasse. Der nördliche, unterhalb der Postgasse verlaufende Zweig wurde im 19. Jh. gelegentlich auch Fischergasse genannt, was auf eine ältere Tradition hinweisen könnte (eventuell slaw. Siedlung im Rietzschketal).
Feldschlößchen
1. ⇒ Gasthöfe und Gaststätten.
2. ⇒ Brauerei.
3. ⇒ Gärten
Festplatz
Am Nordrand der Stadt östlich der Collmener Straße und südlich des Stadtwaldes 2002 bis 2004 angelegter Platz für Volksfeste und Freiluftveranstaltungen.
Festtagswäldchen
Auf Anregung des Verschönerungsvereins seit 2005 bestehendes Baumpflanzfeld auf dem beräumten Gelände der früheren Wasserglasfabrikwestlich des Dehnitzer Weges. Hier können an persönlichen Festtagen, z.B. anlässlich einer Hochzeit, Bäume zur Erinnerung gepflanzt werden.
Feuerwehr, Feuerwehrdepot, Feuerwehrzeughaus
Die Ortsangabe an oder bei der Feuerwehr meint heute immer das Feuerwehrdepot am Gerhart-Hauptmann-Platz; diese Stelle wird bei Werl 1869 noch als Holzmarkt bezeichnet. Dabei haben der Aufbewahrungsort der Feuerlöschgeräte und der Übungsplatz für die Feuerwehrleute mehrfach gewechselt. Die erhaltene "Fewerordnung" der Stadt von 1571 beschreibt bereits notwendiges Gerät und Aufbewahrungsorte. Ein Spritzenhaus muss sich nach 1691 auf oder an der Liegenbank befunden haben. Nach der Neuordnung des Feuerlöschwesens und nach der Gründung freiwilliger Feuerwehren in der Stadt seit 1857 kommen Jacobsplatz und Rathaus (bis 1859) für die Unterstellung der neuen Feuerspritze in Betracht, auch Privatgrundstücke (Schubert, Jacobsgasse 11). 1860 wird ein neues Spritzenhaus am Eilenburger Platz errichtet, der Vorgänger des heutigen Gebäudes, das 1886 als Feuerwehrzeughaus am gleichen Ort erbaut wurde.} Seit 29.9.2001 befinden sich die Feuerwache der Stadt und ihr Gerätehaus im eigens dazu umgebauten früheren Sozialgebäude des einstigen Motorenwerks in der Lüptitzer Straße.
Finanzamt
1920-1945 die 1901 als Militärlazarett erbauten Gebäude im Gelände des heutigen Kreis-krankenhauses, zur Kleegasse und zur Kutusowstraße gelegen. Nach 1945 Nutzung durch das Kreiskrankenhaus
Finkenherd
(N; Geol. Specialkarte Kgr. Sachsen 1884) Nicht mehr vorhandenes Feuchtwiesengelände östlich von Nemt im Mühlbachtal. Auf Wiese und Acker standen früher verschiedene Bäume, auf denen sich Finken aufgehalten haben sollen.
Finstere Gasse
Westlich der Johannisgasse. Ursprünglich Baulücke zwischen den Gebäuden, die zum Amt gehörten, und der Bürgerstadt. Erst nach dem Stadtbrand von 1631 entstanden. Die Markierung der Stadtgrenze gegenüber der Domfreiheit ist sicherlich viel älter. Sie fand bis 1992 auch auf der südlichen Seite der Domgasse in einer Schlippe ihre Fortsetzung (zwischen Nr. 11 und 13). Der Name wird als eine volkstümliche Benennung der Bau-lücke entstanden sein (es fällt kaum Sonnenlicht in die schmale Gasse).
Fischergasse
(bis 19. Jh.?)} ⇒ Rosental, Färbergasse
Fischerstraße
(1909-1945)} ⇒ Heinrich-Heine Straße
Fledderwischgasse
(19. Jh.)} ⇒ Kreuzgasse
Fleischer-Aue, Fleischergraben, Fleischer-Trauschken oder Fleischerdrauschken
Nördlich von Wurzen in } der Aue, zwischen Mühlgraben und dem ehemaligen Weg nach Nischwitz. Der Name rührt von dem Dorf ⇒ Trauschkau her, das im 15. Jh. verödete und von dem 1464 nur noch ein Vorwerk genannt wird, das schon 1423 in den Besitz der Stadt kam, während die Flur Stiftsbesitz blieb. Die Wiesen übereignete 1520 Bischof Johann von Schleinitz "vor eine Summe Geldes und jährlichen Zins" der Fleischerinnung von Wurzen. In Höhe der Wiesen führte der Mühlgraben zeitweise (1573) den Namen Fleischergraben. 1525 erwarb die Stadt das gesamte Gelände (die neue Trauschken). Beim Bau der Kläranlage 1925 wurden Reste ehemaliger Bebauung gefunden.
Fliegeraufbauschule
⇒ Flugplatz
Flugplatz
Ab 1916 an der Lüptitzer Straße bis zum Breiten Berg angelegt für die im November 1917 eingerichtete Fliegeraufbauschule des Sächs. Feldfliegerbataillons Nr. 19 (Hallen, Werkstätten und Unterkünfte auf dem Gelände des späteren Motorenwerks). Nach 1945 im Gelände des sowjetischen Übungsplatzes. Bis 1995 war noch der "Tower" des Flugplatzes (später Firma Scheufler) an der Lüptitzer Straße erhalten
Flugplatzsiedlung
Volkstümlich für die nach 1930 angelegte Siedlung mit Einfamilien- und Zweifamilienhäusern im Norden der Stadt zwischen Collmener Straße (beim ehem. Hochgericht) und Lüptitzer Straße. Der Name leitet sich vom ehem. Flugplatz her. In der NS-Zeit wurden einige der neuen Wege nach Kampffliegern des 1. Weltkrieges benannt (Richthofen, Boelke, Rumey)
Flutbrücke
⇒ Brücken
Förderschule, für geistig Behinderte
Seit 12.10. 1970 in der Albert-Kuntz-Straße 11 (ehem. "Gambrinus"). Ab 1.1.1972 "Sonderpädagogische Tagesstätte für schulbildungsunfähige, aber förderfähige Kinder und Jugendliche", am Domplatz 5 (ehemalige Villa Schütz). Seit 1.7.1991 Förderschule in Trägerschaft des Landkreises. 12.5.1998 Verlegung in die Lüptitzer Straße 24 (⇒ Villa Arafat). Namengebung 2005 „Brückenschule“.
Franz-Mehring-Straße
Führt von der Karl-Marx-Straße nach Norden und in einer Kurve westwärts zum Sperlingsberg. Seit dem 1.8.1945 nach dem Historiker und Publizisten Franz Mehring (1846-1919). Vorher seit den 90-er Jahren des 19. Jh. Marthastraße nach der Tochter des Rentiers Karl Heidenreich, der die Straße anlegen ließ. Am Ende der Straße auf dem Sperlingsberg stand das Marthator.
Franz-Wörner-Straße
Geht südöstlich der katholischen Kirche vom Roitzscher Weg ab nach Süden bis zur Rietzschken-Promenade. Seit dem 1.1.1994 nach dem katholischen Pfarrer Franz Wörner (1903-1966; seit 1937 Pfarrer in Wurzen)
Freesienweg
Seit 2011 für die Anliegerstraße im Baugelände auf der früheren Gärtnerei Geehres zwischen Roitzscher Weg und Rietzschkenpromenade.
Freigut
Bis ins 19. Jh. ein Gut, das von allgemeinen Abgaben befreit war. Meist wird der Begriff nur noch mit dem Steinhof am Crostigall in Verbindung gebracht, der ursprünglich in bischöflichem Besitz war. Aber mehrere adlige Familien haben solche Freigüter auf dem Crostigall besessen ("von Crostigall", "von Gaudlitz", "Göderitzsch"). Am Ende blieb nur der besagte Steinhof als Freigut erhalten, es war schriftsässig und bekam letztmalig 1836 (also nur 5 Jahre vor Erlöschen der Eigengerichtsbarkeit!) den Besitz der Eigengerichtsbarkeit bestätigt. Bis etwa 1657 war auch der Steinhof vor dem Jacobstor ("Stadt Hamburg", Marxens Hof) von Abgaben befreit und außerhalb der städtischen Gerichtsbarkeit
Freiligrathstraße
Zwischen Kutusow- und Theodor-Körner-Straße. Seit 1.8.1945 nach dem Dichter Ferdinand Freiligrath (1810-1876). Vorher seit dem 12.10.1895 Karlstraße nach dem Kaufmann und Stadtverordnetenvorsteher Karl Eckhardt (1844-1906).
Friedenslichtspiele
Bis 1992 Lichtspieltheater in der Straße des Friedens 14. Ursprünglich eine am alten Straßenring um Wurzen gelegene Gaststätte "Restauration zur Pfeffermünze" (auch "Pfefferminze"). 1865 Gründungsort der "allgemeinen Kranken- und Unterstützungskasse" der Wurzener Zigarrenmacher. Nach Brand 1887 und Besitzerwechsel sowie Neubau 1889 umbenannt in "Bürgergarten" (bis 1945), dort Filmvorführungen seit den 1920-er Jahren. 1945 unter Verwaltung der sowjetischen Behörden (zuletzt Sovexport-Film-GmbH); ab 1953 als volkseigener Kreislichtspielbetrieb "Friedenslichtspiele" weitergeführt. 1960/61 tiefgreifende bauliche Erneuerung und Umstellung auf Breitwandprojektion. Seit Mitte der 1980-er Jahre machten sich immer wieder aufwendige Reparaturen der technischen Anlagen notwendig
Friedhöfe
1. ⇒ Jacobskirchhof; 2. ⇒ Wenceslaikirchhof; 3. ⇒ Alter Friedhof; 4. ⇒ (Neuer) Friedhof; 5.: Friedhof Nemt
Friedhofstraße
(19. Jh.) ⇒ Beethovenstraße
Friedrich-Ebert-Straße
Zwischen Bürgermeister-Schmidt-Platz und Zillestraße. Trennt im nördlichen Teil die Neubaugebiete Wurzen Nord I und II. 1925-1933 und wieder seit dem 1.8.1945 nach dem ersten deutschen Reichspräsidenten Friedrich Ebert (1871-1925, Reichspräsident seit 1919). Die Straße entstand vor 1880 weit vor der Stadt als der Muldentalbahnhof gebaut wurde. Das Gelände dieses Bahnhofs ging seit 1889 in der Jäger- und späteren Infanteriekaserne auf. Die neue Straße davor hieß deshalb bis 1925 Kasernenstraße. Noch bis 1930 wurde sie durch Wohnungsbau nach Norden erweitert. Die Nationalsozialisten benannten die Straße am 30.3.1933 nach dem 1930 in Berlin ermordeten SA-Sturmführer in Horst-Wessel-Straße um.
Friedrich-Engels-Platz
(1945-1991) ⇒ Wettinerplatz
Friedrich-Engels-Straße
Sie führt vom östlichen Ausgang des Jacobsplatzes hinab ins Rietzschketal zum ⇒ Wettinerplatz. Seit dem 1.8.1945 nach dem Freund von Karl Marx und Klassiker des Marxismus Friedrich Engels (1820-1895). Vorher seit dem 31.03.1890 Wettinerstraße. Ein Teil des spätmittelalterlichen Wegeringes, der die bis dahin gewachsene Stadt umgab.
Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße
Führt von der Südostecke des Bgm.-Schmidt-Platzes bis zur Marienstraße. Seit etwa 1960 nach dem Turnvater Jahn (1778-1852). Vorher seit 1948 Dr.-Goerdeler-Straße nach dem von den Nationalsozialisten hingerichteten ehemaligen Oberbürgermeister von Leipzig Dr. Carl Friedrich Goerdeler (1884-1945). Dieser wurde als namhafter Vertreter des bürgerlichen Widerstandes gegen Hitler um 1960 nicht mehr des ehrenden Gedenkens für würdig befunden. Am Anfang hieß die Straße, die auch den Südrand des damaligen Koenneritzplatzes bildete, Körnerstraße nach dem Dichter der Befreiungskriege gegen Napoleon Theodor Körner (1791-1813). Am 18.10.1913 (100. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig) wurde ihr östlicher Teil bis zur Marienstraße in Blücherstraße umbenannt nach dem preußischen General der Befreiungskriege Gerhard Leberecht von Blücher (1742-1819). Der westliche Teil (Sackgasse) blieb bis 1945 die Körnerstraße (heute John-Schehr-Straße).
„Frisch-auf“-Stadion
Heinrich-Heine-Straße 22. 1925-27 vom ATSV "Frisch auf" als Fußballfeld angelegt. Nach 1945 durch zusätzliche Spielfelder nach Osten erweitert und nach Albert Kuntz (⇒ Albert-Kuntz-Straße) benannt (bis 1998).
Fronfeste
Gefängnis, ein befestigtes Gebäude des Gerichtsherrn (Fron von ahd. frô = Herr).} In Wurzen waren zu unterscheiden 1. die Amtsfronfeste im Schloss und 2. die Ratsfronfeste im Turm des Eilenburger Tores. Nach Abbruch des Tores stand nur noch das Stadtgefängnis im Rathaushof zur Verfügung.
Funcksches Erbe bzw. Haus
⇒ Neues Haus