Jacobsgasse
Führt von der Nordostecke des Marktes nach Osten bis zum Jacobsplatz. Benannt nach dem hl. Jacob, dem Patron der Pilger. Einer der alten Straßenzüge in der ummauerten Stadt. Ursprünglich wird sie nur bis zur Einmündung der Badergasse geführt haben, denn vieles spricht dafür, dass nördlich und östlich dieser Stelle in frühen Zeiten der Stadt der Jacobskirchhof gelegen hat.
Jacobshospital
Seit dem 16. Jh. nachweisbar. Älteres der Wurzener Hospitäler, wahrscheinlich am östlichen Ausgang der Jacobsgasse, in der Nähe der Jacobskirche und des -kirchhofs gelegen. Gleiche charakteristische Lagebeziehungen ergeben sich auch für das Johannishospital.
Jacobskirche
Der genaue Standort der einzigen Kirche innerhalb der Mauerrings ist bis heute nicht genau anzugeben. Manches spricht dafür, dass sie am Platz des späteren Schutt- (oder Schütt-)hauses des Rates stand (Jacobsgasse 23). Beim Stadtbrand 1519 bleibt die Kirche unversehrt, doch schon 1542 ist ihr baulicher Zustand bedenklich. 1637 ver-schwindet sie vollständig aus dem Stadtbild
Jacobskirchhof
An der Jacobskirche gelegener, ältester Friedhof der Stadt. Von ihm ist bekannt, dass über ihn die Stadtmauer hinwegging (Schöttgen 1717). Er dürfte deshalb nördlich der Jacobsgasse und im westlichen Teil des Jacobsplatzes gelegen haben.
Jacobsplatz
Dreieckiger Platz vor der eigentlichen ummauerten Stadt, vor dem Jacobstor, in räumlicher Verbindung mit der Altstadt zu sehen. Sicherlich älter als die Rechtsstadt mit ihrem rechteckigen Markt. Der Name ist dagegen sehr jung, er tritt erst im 19. Jh. auf. 1852 soll für ihn noch Altmarkt verwendet worden sein. Nach seiner häufigen Nutzung hieß er auch Viehmarkt. Bei Werl 1869 tritt der heutige Name auf. Am 1.10.1959 wurde der Platz umbenannt in Dr.-Otto-Nuschke-Platz, nach dem Mitbegründer und späteren Vorsitzenden der CDU in der SBZ bzw. DDR Dr. Otto Nuschke (1883-1957). Rückbenennung am 1.5.1991.
Jacobstor
Am östlichen Ausgang der Jacobsgasse; nicht besonders befestigt, sondern nur ein rundbogiger breiter Durchlass durch die Stadtmauer. Über dem Tor befand sich die Wohnung des städtischen Röhrmeisters. Mit großer Wahrscheinlichkeit gab es bis um 1555 das Tor nicht. Bischof Johann von Haugwitz könnte es kurz nach seinem Regierungsantritt veranlasst haben. Nach Abriss des Tores 1839 wurde die dort befindliche Tafel mit den Initialen des Bischofs und der Jahreszahl 1555 an der ⇒ Liegenbank angebracht
Jacobsviertel
Der Teil der Stadt, der vor dem Jacobsthore (so bis 1853) lag, die östliche oder Jacobsvorstadt (⇒ Viertel).
Jacobsweg, Ökumenischer Pilgerweg
Der 2003 vom Jugendpfarramt der Landeskirche Sachsen initiierte und (durch die Jacobsmuschel) gekennzeichnete Pilgerweg von Görlitz bis nach Leipzig durchquert Wurzen vom Brösch östlich von Roitzsch bis zur Muldenaue.{/slider} {slider=
Jägerkaserne
Bis 1900 die ⇒ Infanteriekaserne.
Jägerstraße
(1890-1945)} ⇒ Rudolf-Breitscheid-Straße
Jahn-Sportplatz
Am nördlichen Stadtrand, an der Collmener Straße gelegen. 1926 vom "Turnverein 1847 Wurzen" angelegt. Seit 1991 im Gelände des Kaufland aufgegangen.
Jahrtausendstein
Gedenkstein aus Lüptitzer Quarzporphyr in der Grünanlage Badergraben/ Unter der Tanne. Am 2.10.2000 enthüllt, soll er an die Bürger der Stadt erinnern, die im 20. Jh. Opfer von Kriegen und politisch motivierter Gewalt wurden
Johannes-Thomas-Straße
Geht als Sackgasse vom Roitzscher Weg nach Norden ab. Seit dem 1.8.1945 nach dem Wurzener Mitglied der "Zeugen Jehovas" Johannes Thomas (1894 –1939), der im KZ Buchenwald umkam. Vorher seit dem 19.10.1934 Saarweg in Erinnerung an die Volks-abstimmung im Saarland über dessen Zugehörigkeit zu Deutschland oder Frankreich.
Johannisgasse
Sie führt von der Domgasse und dem Westende der Liegenbank nach Norden bis zur Gasse An der Mauer.1502 auf Veranlassung des Bischofs Johann von Salhausen nach einem der Patrone des Bistums Meißen benannt. Nach Schöttgen 1717 soll sie vorher Strohgasse geheißen haben. An der (inzwischen abgerissenen) Nr. 3 befand sich die Brandtafel, die über den Stadtbrand vom 6.4.1631 informiert (heute im Museum)
Johannishospital
Seine Anfänge liegen im 14. Jh. Nach 1691 am Neuen Gottesacker (Alter Friedhof) südlich der Wenceslaikirche vom Rat erbaut, nachdem er bereits 1599 die dort befindlichen Siechhäuser erworben hatte. Mehrfach erweitert (⇒ Siechhaus). Auf dem Gelän-de befand sich seit 1840 ein Altersstift für alleinstehende Leute. Nach 1952 Sitz des DRK-Kreisverbandes. Abgerissen 1984.
Johannispforte, auch Neue Pforte
Schmaler Durchlass durch die Stadtmauer am nördlichen Ende der Johannisgasse, am Neuen Hause. Stelle heute noch sichtbar (Privatweg).{/slider} {slider=John-Schehr-Straße} Führt als Sackgasse von der Südwestecke des Bgm.-Schmidt-Platzes nach We-sten. Nach 1945 benannt nach dem KPD-Funktionär und Reichstagsabgeordneten John Schehr (1896 - ermordet 1934). Vorher seit 1891 Körnerstraße nach dem Dichter der Befreiungskriege Theodor Körner.{/slider} {slider=Juel-Denkmal} Auf Initiative des Wurzener Verschönerungs-Vereins 1906 zu Ehren des Begründers des Stadtparks errichtet. 1974 beseitigt. (⇒ Ehrenhain){/slider} {slider=Juelstraße} Verlängerung der Kleegasse über die Eilenburger Straße hinaus, am Nordrand des Stad-parkes entlang bis zum Trauschkenweg. Ursprünglich der westliche Teil der alten Kleegasse} Seit dem 1.5.1900 nach dem gebürtigen Norweger und Mitbegründer der Wurzener Teppichfabrik, dem Stadtverordnetenvorsteher und Wurzener Ehrenbürger Petter Andreas Georg Juel (gesprochen Jú-el; 1840-1900).{/slider} {slider=Jugendclub, Jugendhaus} Einrichtungen speziell für die Jugendfreizeitbetreuung lassen sich seit 1913 nachweisen.} 1.: Domgasse 2 (heute ⇒ Museum). In diesem Gebäude waren bis 1920 zwei unterschiedliche Einrichtungen untergebracht: a) im 2. Geschoss das "Jünglingsvereinsheim" mit Wohn- und Schlafräumen des Ev.-luth. Männer- und Jünglingsvereins; b) im 1. Geschoss das "Vaterländische Jugendheim" in kommunaler Trägerschaft} 2.: Domplatz 4 (⇒ Kustodie). "Vaterländisches Jugendheim" in kommunaler Trägerschaft (Ortsausschuss für Jugendpflege) nach 1920 bis ca. 1926 mit Lese-, Schreib-, Unterhaltungs- und Spielräumen, einer Bibliothek und Bildungsangeboten (1926)} 3.: 1955-1968 "Haus der Jugend" Straße des Friedens 18 (⇒ Klub der Volkssolidarität).} 4.: 1968-1971 Jugendclub am Badergraben 10.} 5.: 1971-1990 (volkstümlich) "Alter Club" Leninstraße (heute Schweizergartenstraße) 9. 1970/71 Umbau des ehemaligen ⇒ Central-Theaters. Zunächst in Kreisträgerschaft, 1980 Übernahme durch die Stadt. 1990-1992 private Discothek. Seit 21.4.1995 Kulturkneipe "Harlekin" (bis 1997). Heute im Verrfall} 6.: Jugendclub "Nordlicht" Theodor-Körner-Straße 33. 1986-1991 in städtischer Trägerschaft. Seitdem Discothek} 7.: Alte Nischwitzer Straße 4. (Villa Beda) 3.11.1995 bis 31.12.1996 "Kolping-Jugendzentrum". Seit 1997 Jugend-Begegnungszentrum (Kindervereinigung Leipzig e.V.).} 8.: Badergraben 18 (früher Gaststätte „Schweizergarten“). Jugendclub in städtischer Trägerschaft (seit 1995).} 9.: Walter-Rathenau-Straße 1. Jugendtreff des DRK (1997-2001, Gebäude heute nicht mehr vorhanden).} 10.: Club der Mittelschule Nord. 1997-2006 im ehemaligen Heizhaus der Schule. Träger DRK.} 11.: Jugendclub in Nemt seit 2000 in den Räumen unter der früheren Gemeindeverwaltung (Träger DRK, seit 2006 CVJM).{/slider} {slider=Jugendherberge} 1925 im ehemaligen Kammergebäude der Infanteriekaserne eröffnet. Bis zum 2. Weltkrieg genutzt. Nach 1945 zeitweise Nutzung als Internat des Albert-Kuntz-Kombinats (bis 1990 zur Unterbringung vietnamesischer Arbeiterinnen).{/slider} {slider=Julius-Künzel-Straße} Parallel zur Hirschbergstraße in der "Gartenvorstadt Ost". Seit 1954 (?) nach dem sozialdemokratischen Journalisten und Wurzener Stadtrat Julius Künzel (1854-1904). Vorher seit dem 14.3.1912 nach dem Dampfmühlenbesitzer Gustav Johann Schönert (1838-1914), der die Straße anlegen ließ.{/slider} {slider=Kaiser-Wilhelm-Straße (1888-1945)} ⇒ Goethe-straße{/slider} {slider=Kanal, Betriebskanal} Von den "Sächsischen Werken" 1924-1926 erbauter Kanal zum Betreiben des Wasserkraftwerkes Canitz. Vom Neumühlenwehr bis zur Filzfabrik verlief er im Bereich des ehemaligen Mühlgrabens. Insgesamt war er 5,35 km lang und 4,50 m tief und ermöglichte am Kraftwerk eine Fallhöhe von 8 m. Der auf seiner ganzen Länge aus-betonierte Flutkanal war ein bis dahin noch niemals vorgenommener Eingriff in den Naturraum der Aue sowie in den Siedlungs- und Wirtschaftsraum der Stadt: Sieben neue Brücken mussten bis 1927 gebaut werden. Für die Stadt fiel der Vorfluter weg, in den ihre Schleusen mündeten; deshalb musste vom Freistaat ein 2,4 km langer Hauptsammler parallel zu Mühlgraben bzw. Kuhmulde bis zur ebenfalls neuerrichteten Kläranlage am Trauschkenweg gebaut werden.} Nachdem 1972 das Wasserkraftwerk stillgelegt worden war, verfiel der Kanal, dessen Dämme die Stadt auch vor dem Muldenhochwasser zu schützen hatten, zusehends (letzte Reparaturen 1966). Ab 1983 wurde er zum größten Teil zurückgebaut, nur auf der Stadtflur blieben Reste erhalten. Gleichzeitig wurden hochwassergefährdete Teile der Stadtflur (Fährwinkel, Birkenwäldchen und Stadtbad) eingedeicht.{/slider} {slider=Kanalbrücke} ⇒ Brücken{/slider} {slider=Kannengießergasse} Zwischen Albert-Kuntz-Straße und der Auffahrt vom Amtsweg zum Schloss, parallel zur Straße An der Mauer, aber außerhalb der ehemaligen Mauer gelegen.} Nach dem Gewerbe der Zinngießer benannt. Der Gassencharakter ist heute durch die zahlreichen Abrisse, vor allem auf der stadteinwärtsgelegenen Seite, verlorengegangen{/slider} {slider=Kantstraße} Führt vom Wettinerplatz den Hang hinauf nach Süden bis zur Dresdener Straße. Seit dem 1.8.1945 nach dem deutschen Philosophen Immanuel Kant (1727-1804). Vorher seit dem 17.11.1882 Schrothstraße nach dem Wollwäschereibesitzer Hermann Schroth (1836-1913; ⇒ Bad...), der die Straße anlegen ließ.{/slider} {slider=Kapitelshaus} Stiftsgebäude südlich des Ostchores des Doms, an diesen angebaut. 1637 zerstört, 1673 neu eingeweiht. Versammlungsort des Domkapitels. Im Kapitelsaal hing seit 1820 das Gemälde "Verkündigung Mariae" von Julius Schnorr von Carolsfeld (1908 an den preußischen Kronprinzen verkauft, heute in der Alten Nationalgalerie in Berlin). Das Gebäude wurde 1893 abgerissen, heute Grünfläche südlich des Chores, etwa in Höhe des Luther-Brunnens.{/slider} {slider=Karl-Liebknecht-Straße} Führt von der Schiller-straße zur Walther-Rathenau-Straße. Seit dem 1.8.1945 nach dem Reichstagsabgeordeten und Mitbegründer der KPD Karl Liebknecht (1871- ermordet 1919). Vorher seit dem 16.12.1886 Georgstraße nach dem damaligen Prinzen und späteren König von Sachsen (reg. 1902-1904). Vom 1.1.1939 bis 1.8. 1945 Litzmannstraße nach dem preußischen General Karl Litzmann (1850-1936).{/slider} {slider=Karl-Marx-Straße} Zwischen Wettinerplatz und dem ehemaligen Rondell. Seit dem 1.8.1945 nach dem deutschen Philosophen Karl Marx (1818-1883). Ursprünglich (seit Anfang des 19. Jh.) der südliche Teil der Rietzschkenstraße. Nach der Überwölbung der Rietzschke und der baulichen Neugestaltung (1889 Wettinerplatz) und der Umbe-nennung des nördlichen Teils der Rietzschkenstraße in Wettinerstraße (1890) behielt nur noch der südliche Teil den alten Namen. Am 30.3.1933 wurde er nach dem Reichskanzler und Führer der Nationalsozialisten Adolf Hitler (1889-1945) benannt.{/slider} {slider=Karlstraße (1895-1945)} ⇒ Freiligrathstraße{/slider} {slider=Kasernen} 1. ⇒ Alte Kaserne. 2. ⇒ Infanterie-kaserne. 3. ⇒ Artilleriekaserne.{/slider} {slider=Kasernenplatz (1889-1904)} ⇒ Bürgermeister-Schmidt-Platz{/slider} {slider=Kasernenstraße (1889-1925)} ⇒ Friedrich-Ebert-Straße{/slider} {slider=Käthe-Kollwitz-Straße} Zweigt gegenüber dem Friedhof von der Dresdener Straße nach Süden ab und führt bis zu den Gleisanlagen des Güterbahnhofes. Seit dem 1.8.1945 nach der Graphikerin und Bildhauerin Käthe Kollwitz (1867-1945). Vorher seit dem 18.5.1927 Südstraße.{/slider} {slider=katholische Kirche} ⇒ Herz-Jesu-Kirche{/slider} {slider=katholische Schule} 1908-1934 bestehende vierklassige Schule im katholischen Pfarrhaus am Roitzscher Weg.{/slider} {slider=Kaufland} Volkstümlich verallgemeinernd für den 1991-1993 entstandener Großmarkt-Komplex zwischen Collmener Straße und Windmühlenweg, dem der ⇒ Jahn-Sportplatz zum Opfer fiel.{/slider} {slider=Kavillerei, Kavillerie} ⇒ Abdeckerei{/slider} {slider=Kieselberg} 1.: Hanglage oberhalb der Kleegasse zum Windmühlenweg hin (⇒ Sandgruben, Depo-nie). 1819 Am Kieselberge, 1822 Hinter dem Kieselberge. 2.: Seit dem 4.5.1994 Straßenname in der 1994/95 entstandenen Eigenheimsiedlung an der Kleegasse.{/slider} {slider=Kindergärten, Kinderkombinationen, Kinder-krippen, Kindertagesstätten} ⇒ Vorschuleinrichtungen{/slider} {slider=Kino} Die erste Filmvorführung fand in Wurzen 1906 im Gasthof zur Rose statt. In der Stadt existierten später zwei Lichtspieltheater: 1. ⇒ Friedenslichtspiele. 2. ⇒ Central-Theater.} Seit 2006 finden Filmvorführungen im restaurierten „Blauen Saal“ des ⇒ Schweizergartens (Kulturbetrieb Wurzen) oder im ⇒ Kultur- und Bürger-Innenhaus (Netzwerk für demokratische Kultur) statt.{/slider} {slider=Kirchen} 1. ⇒ Dom. 2. ⇒ Marktkapelle. 3. ⇒ Jacobskirche. 4. ⇒ Wenceslaikirche. 5. ⇒ Heiliggeistkirche. 6. ⇒ Herz-Jesu-Kirche. 7.: Nemt (Dorfkirche).{/slider} {slider=Kirchweg (R)} Er zweigt von der Hauptstraße in Roitzsch nach Westen ab und endet an den Indu-striebauten südlich der B 6. Erhalten gebliebener Teil eines alten Flurweges, des Roitzscher Kirchweges, der von Roitzsch nördlich der Rietzschke und südlich des (Neuen) Friedhofes in die Stadt Wurzen führte (zur Wenceslaikirche).{/slider} {slider=Kläranlage} Trauschkenweg 100. Der Bau einer solchen Anlage machte sich 1925 notwendig, als der Betriebskanal der "Sächsischen Werke" den Mühlgraben als Vorfluter der Stadt weitgehend trockenfallen ließ. Mit einem 2,4 km langen Hauptsammler entstand auch die Kläranlage am Trauschkenweg, wo die Abwässer mechanisch gereinigt wurden, ehe man sie in den Betriebskanal pumpte. Bis 1966 Ergänzung durch eine biologische Reinigungsstufe, die aber sehr schnell verschlissen war. 1995 Fertigstellung einer neuen Tropfanlage. November 2005 Aufnahme des Betriebs in dem jetzt dreistufig neu ausgebauten Klärwerk.{/slider} {slider=Klinkhardt-Bau} ⇒ Haus Klinkhardt{/slider} {slider=Klinkhardtstraße} In Verlängerung der Kantstraße von der Dresdener Straße bis zum Bahnhofsgelände. Seit dem 8.2.2012 nach dem Wurzener Unternehmer und Heimatgeschichtler Richard Klinkhardt (1916-2011). Die erst 2008 neu angelegte Verbindungsstraße umfasst östlich und südlich das Werksgelände der früheren Firma Klinkhardt.} (⇒ Haus Klinkhardt){/slider} {slider=Kleegasse} Ursprünglich ein alter Flurweg, der von der Collmener Straße in einem großen Bogen zu den Wiesen in der Muldenaue führte. Den Auenrand erreichte der Weg nördlich des Trauschkensteins. Der Abschnitt nördlich des Stadtparkes heißt heute Juelstraße. Der Abschnitt zum Hang des Kieselbergs hinauf ist 1993/94 in eine Erschließungsstraße für das neue Wohngebiet "Kleegasse" umgewandelt worden. Bis 2000 bebaut.{/slider} {slider=Kleine Galerie, jetzt Städtische Galerie} Seit 1981 im Rathaus vom ehemaligen Kulturbund zu Ausstellungszwecken eingerichtet und betreut. Eröffnet mit einer Sonderausstellung, die Werke von Hans-Peter Hund zeigte. Seit 2004 mit dem Museum und Wurzen-Information sowie der Stadtbibliothek zum Kulturbetrieb Wurzen vereint{/slider} {slider=Kleingärten} ⇒ Gärten...{/slider} {slider=Kleinkind(er)bewahranstalt} Noch bis zu Beginn des 20. Jh. Bezeichnung für den ältesten Kindergarten der Stadt, der 1851 vom Rat am damaligen Weg nach Collmen (heute Theodor-Körner-Straße 4) eingerichtet worden war. Bis nach 1980 städtischer Kindergarten (in den 30-er Jahren "Fröbel-Kindergarten"), zog nach Besitzerwechsel und umfangreichen Modernisierungs-maßnahmen 1990 die Musikschule Wurzen in das Gebäude ein (Nutzung bis 2007). Heute leerstehend und ungenutzt.{/slider} {slider=Kleiststraße} Zwischen Martin-Luther-Straße und Bgm.-Schmidt-Platz. Seit dem 1.8.1945 nach dem deutschen Dichter Heinrich von Kleist (1777-1811). Zuerst seit 5.3.1879 Nordbahnstraße, weil sie zum Gelände der Muldentalbahn führte (⇒ Rudolf-Breitscheid-Straße).} Seit dem 6.12.1889 hieß sie Kasernenplatz (⇒ Bgm.-Schmidt-Platz). Nachdem dieser 1904 zum Koenneritzplatz geworden war, wurde die kurze Straße an seiner Südwestecke am 14.10.1908 zur Nordstraße.{/slider} {slider=Klub der Intelligenz} 1962 gegründete Interessengemeinschaft innerhalb der Ortsgruppe Wurzen des Kulturbundes der DDR, die die Geselligkeit und den Meinungsaustausch unter den Mitgliedern der Intelligenz anregen und pflegen sollte. Gleichzeitig sollte die Einflussnahme im Sinne von Partei und Regierung auf die Intelligenz verstärkt werden. Erstes Domizil im Schweizergarten. 1982 Namengebung "Joachim Ringelnatz", 1983-1991 in den neugeschaffenen Klubräume im sanierten Ringelnatzhaus.{/slider} {slider=Klub der Volkssolidarität} Seit 1972/73 die umgebaute "Villa Breiter" in der Straße des Friedens 18 (erbaut 1882). Gleichzeitig Sitz der Geschäftsstelle der Volkssolidarität.} Vorher bestanden "Veteranenklubs" der 1945 gegründeten Volkssolidarität bis 1957 in einer Baracke am Bahnhof, danach bis 1962 im Alten Rathaus und bis 1972 in der ehemaligen Bedaschen Villa (Nischwitzer Straße 4){/slider} {slider=Klüglingen-Haus} Jacobsgasse 13. Durch seinen Volutengiebel auffälliges Renaissance-Bürgerhaus. Das dazugehörige Sitznischenportal an der Hinterfront (1689) heute auf der Hofseite Domgasse 2 (Museum) eingebaut. Den Namen hat Artur Zieger gegeben. Johann Lorentz Klüglingen (geb. 1671), der Stiefvater von Christian Schöttgen (⇒ Schöttgenstraße), war einer der Besitzer des Hauses.{/slider} {slider=Knabenschule} 1891-1949 Bezeichnung für die Bürger- bzw. Volksschule in der heutigen August-Bebel-Straße, heute Pestalozzi-Mittelschule.{/slider} {slider=Kollauer Weg} Seit dem 28.10.1998 für die Neuanlage im nördlichen Teil des Wohn- und Dienstleistungszentrums "Eilenburger Straße". Geht vom Boockweg nach Süden ab und führt östlich davon wieder auf den Boockweg zurück.{/slider} {slider=Kombinat} Zwischen 1953 und 1990 die übliche Kurzbezeichnung für das Nahrungsmittelkombinat "Albert Kuntz", die ehemalige Krietschmühle (⇒ Mühlen){/slider} {slider=Kommandantur} Sitz der sowjetischen Militärbehörde, 1945-1947 im ehemaligen Gymnasium (heute Berufliches Schulzentrum), später bis Ende der 50-er Jahre im Gebäude Lüptitzer Straße 2/4 (heute VHS und Kindergarten). Die Besatzungsmacht unterhielt von da an keine besondere Militärbehörde mehr in Wurzen.{/slider} {slider=König-Albert-Schacht} 1901 an der äußeren Torgauer Straße im Untertagebau begonnenes Bergwerk auf Braunkohle. 1902 Förderbeginn. Die Förderstollen liegen 13 bzw. 14 m tief. Abbau der (geringwertigen) Kohle im Pfeilerbruchbauverfahren bis 1914, 1911/13 schon infolge Wassereinbruchs unterbrochen. Der Schacht war durch die gleislose Gütertransportbahn mit den Krietschwerken verbunden. Abraumhalden hinter dem Tonneborn bis 2000 noch sichtbar. Das Wasser der Bergwerksanlage wurde nach 1983 für das Heizwerk als Brauchwasser genutzt. (⇒ August-Bebel-Straße){/slider} {slider=König-Georg-Wohnpark} Seit 1999 die zu Wohnungen umgebauten Gebäude der früheren ⇒ Artilleriekaserne nördlich des Stadtparks. Nach König Georg von Sachsen (1832-1904, König seit 1902).{/slider} {slider=Könneritzplatz (1904-1945)} ⇒ Bürgermeister-Schmidt-Platz{/slider} {slider=Konsum-Kaufhaus} ⇒ Stadtgüter (1.p){/slider} {slider=Konzertplatz} ⇒ Stadtpark{/slider} {slider=Köpfplan} ⇒ Beim Gericht{/slider} {slider=Körlitz} Dorf östlich von Roitzsch. Ortsteil von Kühnitzsch. Ersterwähnung 1495 als Korlitz. Name slawischen Ursprungs: "Ansiedlung der Leute des Korel"} Bischof Johann I. von Eisenberg stiftete zwischen 1348 und 1362 am Wurzener Stift die Präbende s. Barbarae und stattete sie mit Einkünften aus dem Dorf Körlitz aus (Geld- und Hühnerzinsen, Erblehen und -gericht, Dienste und Kirchenpatronat). 1503 zog Bischof Johann von Salhausen das Dorf zu seinem Tafelgut. Das Kirchenpatronat wurde 1562 von Bischof Johann von Haugwitz mit dem von Nemt vereint. Unmittelbar nordöstlich von Körlitz liegt die Quelle der Rietzschke.{/slider} {slider=Körlitzer Straße (R)} Führt von der Kreuzung unterhalb des ehemaligen Rittergutes Roitzsch nach Osten bis zum Bahnübergang beim früheren Haltepunkt.{/slider} {slider=Körlitzer Weg (1668)} ⇒ Hohle{/slider} {slider=Körnerstraße (1891-1945)} ⇒ John-Schehr-Straße{/slider} {slider=Kornhaus} 1. oder Regierungshaus: } Das unter Bischof Johann von Salhausen um 1500 im Zusammenhang mit dem Schloss errichtete und an dieses sich westlich anschließende Gebäude wird vom Bauherrn selbst als „Kornhauß“ bezeichnet. Es hat wohl ursprünglich als Speicher gedient (Keller!). Später, auf jeden Fall seit dem 17. Jh. ist es Sitz der Stiftsregierung (in dieser Zeit auch bauliche Überformung). Von 1873 an wurde es als Amtsgericht (bis 1952), durch das Kreisgericht (bis Ende der 1950-er Jahre), zuletzt durch die Polizei (bis 2002) genutzt.} 2.: Erst in den letzten Jahren aufgekommene volkstümliche Bezeichnung für den 1925 von Max Fricke erbauten Getreidespeicher in der Dresdener Straße. Sanierung seit 1994.{/slider} {slider=Kornhain (Burkartshain-Kühren)} Kleine Siedlung östlich von Wurzen zwischen B6 und Eisenbahnlinie gelegen.} 1441 als "Cardinahl" erstmals erwähnt. Das einstige Vorwerk wechselte mehrmals seine Besitzer (Hans Spiegel auf Püchau, Friedrich von Lausig auf Roitzsch u.a.). 1472 im Besitz von Bischof Dietrich von Schönberg (1463-1476). Noch vor 1500 eine villa deserta (also eine "Wüstung"), die als Vorwerk zum Rittergut Mühlbach kam. Heutiger Name steht sicher im Zusammenhang mit den dort seit dem Ende des 17. Jh. nachgewiesenen Drescherhäuschen{/slider} {slider=Kornhainer Bach (N)} Rechter Zufluss des Mühlbachs. Er entspringt am westlichen Rand von Trebelshain und fließt in südwestliche Richtung bis Nemt. Heute von den Dornbrüchswiesen bis Kornhain verrohrt. Unmittelbar unterhalb des Erlenteichs erreicht der Bach Nemter Flur. Dort wurde er auch Steinfürtchenbach oder Röhrwiesenbach genannt.{/slider} {slider=Kornhainer Straße (R)} Seit dem 1.1.1994 für einen Teil der Bergstraße. Führt vom oberen Ende der heutigen Bergstraße nach Norden zur Körlitzer Straße hinab.{/slider} {slider=Krankenkasse} Das 1928 erbaute Gebäude der Allgemeinen Ortskrankenkasse Torgauer Straße 4 (daher auch der Name). Nach 1945 kommunale Nutzung (u.a. Bäderabteilung des Krankenhauses). 1991 erneute Übernahme durch die AOK und umfangreiche Sanierung unter denkmalpflegerischer Zielstellung bis 1993.{/slider} {slider=Kraftverkehr} Volkstümlich für das Grundstück Clara-Zetkin-Platz 1. Bis 1990 durch den VEB (K) Kraftverkehr, später Personennahverkehr genutzt.{/slider} {slider=Kreisgericht} Das seit 1952 existierende Kreisgericht benutzte zunächst das Schloss bis Ende 1961, danach das Gebäude des ehemaligen Muldentalbahnhofs (Amtsgericht, Friedrich-Ebert-Straße 2).{/slider} {slider=Kreiskrankenhaus} Das ursprünglich (bis 1952) städtische Krankenhaus in der heutigen Kutusowstraße 50 wurde 1909/11 erbaut. 1914 entstand das Gebäude der späteren Poliklinik, als die Infektionsabteilung erweitert werden musste. 1928/29 Querbau am Ostgiebel; nach 1945 Einbeziehung des ehemaligen Finanzamtes in den Komplex, 1971/72 Bau des Pathologie-Gebäudes, 1983 Errichten des Röntgentraktes. Nach 1990 schrittweise Modernisierung der gesamten Einrichtung. Bau einer Notaufnahmestation 1999/2000.{/slider} {slider=Kreiskulturhaus "Schweizergarten"} ⇒ Schweizergarten{/slider} {slider=Kreuzgasse} Sackgasse, die gegenüber dem Steinhof vom Crostigall nach Norden abzweigt und bis an den Hang über dem Rosental führt. Name nach dem Steinhof zum schwarzen und weißen Kreuz sicherlich schon alt, auch wenn sich in der Bevölkerung während des 19. Jh. dafür auch Fledderwischgasse verbreitet hatte. In der Kreuzgasse befand sich das letzte mit Stroh gedeckte Haus der Stadt.{/slider} {slider=Kreuzsteig (19. Jh.)} ⇒ Crostigall{/slider} {slider=Krietschmühle, Krietschwerke} ⇒ Mühlen{/slider} {slider=Krietschpromenade (19. Jh., offiziell 1933-1945)} ⇒ Am Mühlgraben{/slider} {slider=Krietschvilla} Um 1879/80 entstandenes palazzoartiges Wohngebäude in Hanglage östlich des früheren Mühlteiches (Am Mühlgraben 2). Wohnsitz der Fabrikantenfamilie Krietsch, später des Generaldirektors Gustav Rathgen (⇒ Gura-See). Einstmals prächtigste Unternehmervilla der Stadt. Nach 1945 bis 1974 Nutzung durch die Besatzungsmacht, u.a. als Schule (deshalb auch Russenschule), in dieser Zeit baulich vollkommen verschlissen. Notwendige Sicherungsarbeiten unterblieben. 2001 abgerissen.{/slider} {slider=Krimmitzsche, die} ⇒ Crimmitzschweg{/slider} {slider=Krümmling, der (Schöttgen 1717), auch die Krümmlinge (Flurbuch von 1766)} Alter FN im N der Stadtflur (Gelände des heutigen Stadtparkes und Kreiskranken-hauses)} "Wenn man von dieser (⇒) Trauschken den Berg hinauf und über die Felder weggehet, so liegt nahe an denen äußersten Gärten der Krümling, welches einige Felder seyen, die nicht gerade zu gehen, sondern in die Krümme liegen, er ist an. 1614 ausgestochen, und zur Leimgrube gemacht worden, wird aber nunmehro von langen Jahren her wieder besäet." (Schöttgen 1717){/slider} {slider=Krümmlingsgärten (Naumann)} ⇒ Krümmling{/slider} {slider=Kuhmulde} 1.: Teil des Mühlgrabens, der sich bei der Muldengasse und An der Mulde buchtartig erweiterte. Hier wurde früher das Vieh durch das Wasser nach dem jenseitigen Anger (Kuhwerder) getrieben. 2. ⇒ Kleingärten{/slider} {slider=Kuhwerder} ⇒ Kuhmulde, Werder{/slider} {slider=Kuller, die} Volkstümlich für die ehemalige Destillation "Zur Goldenen Kugel" (1783-1945) Albert-Kuntz-Straße 14. Name rührt von dem Hauszeichen (Ausleger) her, das bis nach 1950 am Gebäude angebracht war. Name hat sich auch nach Entfernung der goldenen Kugel erhalten{/slider} {slider=Kultur- und BürgerInnenhaus, auch Bürger-Innenzentrum} In der früheren Schützschen Villa am Domplatz 5 (deshalb auch D 5) vom „Netzwerk für Demokratische Kultur“ 2001-2006 geschaffenes Vereinshaus. ⇒ Förderschule ..{/slider} {slider=Kurze Straße (1904-1945)} ⇒ Mozartstraße{/slider} {slider=Kustodie, Custodie} Domplatz 4. Unter Bischof Johann von Schleinitz (1518-1537) erbaut (Wappen an der Außenfassade), unmittelbar hinter dem Westchor des Domes gelegen und an das Kornhaus (1.) anstoßend. Ehemaliges Stiftsgebäude, nach 1890 Wohnung des Küsters. Geburtshaus des Fabeldichters Magnus Gottfried Lichtwer (1719-1783). Seit Abriss des Kapitelhauses befindet sich in ihm auch der Kapitelsaal. Sanierung 1994/96.{/slider} {slider=Kutusowstraße} Seit 1953 für den inneren Teil der ehemaligen Eilenburger Chaussee bis zur Einmündung der Kleegasse nach dem russischen General aus den napoleonischen Kriegen Michail Kutusow (1745-1813).{/slider} {slider=Lache} Im Wurzener Gebiet Altwässer der Mulde, die ohne Verbindung mit dem Fluss sein können und deshalb zunehmend verlanden, z.B. die Dehnitzer Lache (heute Mündungsarm des Mühlbaches in die Mulde), die Schmölener Lache (ehemaliger Flusslauf), ebenso die Pausitzer Lache oder Altes Wasser{/slider} {slider=Landbrücke} ⇒ Brücken{/slider} {slider=Landhaus Else (D)} Am Wachtelberg 12. 1913 für den Unternehmer Richard Klug erbaut; Name nach der Gattin des Bauherrn gebildet. In der Eingangshalle Kamin mit Marmorkachelbild. 1953-1990 Kindergarten (⇒ Vorschuleinrichtungen){/slider} {slider=Landwirtschaftsschule} Kantstraße 1. Ursprünglich eine der 3 landwirtschaftlichen Kreisschulen Sachsens, 1878 gegründet. 1880 Fertigstellung des Schulgebäudes. Bauliche Erweiterungen 1902 und nach 1980. Zuletzt (1979-1991) Betriebsschule der Landwirtschaft "Etkar André". Seit 2002 Sitz des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und seit 2005 des Staatlichen Amtes für Rechnungsprüfung{/slider} {slider=Langbein-Haus} Dresdener Straße 14. Gebäude aus dem 18. Jh. Wohnsitz des Advokaten und Mitglieds der Frankfurter Nationalversammlung sowie langjährigen Stadtverordnetenvorstehers Karl Ludwig Langbein (1811-1873). Das Haus befand sich mit seiner weitgehend erhaltenen biedermeierlichen Einrichtung im Besitz der Familie bis 1982. Ein kleiner Teil der Einrichtung und wichtige Teile des Nachlasses von K. L. Langbein heute im Kulturge-schichtlichen Museum der Stadt. Hinter dem Haus (zur Beethovenstraße gelegen) Gartenanlage aus der Mitte des 19. Jh{/slider} {slider=Lange Gasse, Lange Straße} ⇒ Straße des Friedens{/slider} {slider=Langer Grund (D)} Eintalung im östlichen Terrassenrand der Mulde südlich Dehnitz, oberhalb vom Sahnsack. Oberflächenform ist dem ergiebigen Grundwasserstrom an dieser Stelle geschuldet. Im Sahnsack befinden sich die Brunnen des Wasserwerks 2.{/slider} {slider=Langer Rain (1766)} Langgezogenes Grundstück oder Geländelinie südöstlich des heutigen Bahnhofs. Heute nur schwer zu lokalisieren; die Auffahrrampe der ehemaligen Muldentalbahn könnte heute noch die Lage anzeigen.{/slider} {slider=Lange Stücken} Flur östlich von Wurzen. Heute zwischen Torgauer Straße, der sogenannten "Pflaumenallee", dem ehemaligen Körlitzer Weg und dem König-Albert-Schacht gelegen{/slider} {slider=Lateinschule} Die städtische Schule, die 1542 aus der Verschmelzung von deutscher Stadtschule und der Stiftsschule entstand. Sie erhielt bis 1596 ein dreistöckiges Gebäude auf der Domfreiheit (an den Schultreppen, 1900 abgerissen). Die Einrichtung als solche bestand bis 1835, seit dieser Zeit nannte sich die Schule Bürgerschule.{/slider} {slider=Launzige, die} Der Bach entspringt östlich von Fremdiswalde im Wermsdorfer Forst, durchfließt in ganzer Länge Fremdiswalde und mündet bei Nitzschka in die Mulde.{/slider} {slider=Läuseberg (N)} Durch Steinbruchsbetrieb überformte Erhebung (138,2 m) südöstlich von Nemt. Über den Berg verlaufen die Flurgrenze von Nemt gegenüber Oelschütz und die Straße Wurzen-Oelschütz.{/slider} {slider=Lautzschen (Dögnitz)} Bereits 1465 Wüste Mark zwischen Wurzen und Nischwitz ("an der toten Mulde" und "auf dem Sande"), aus der seit 1470 Einkünfte an die Präbende s. Erasmi des Kollegiatstifts flossen. Vorher waren Wurzener Bürger dort begütert. Auch der ⇒ Hampeschwerd ist hier zu suchen. Es ist fraglich, ob die heutige Flur Lautzschen die besagte Stelle anzeigt{/slider} {slider=Lazarett} Das Wurzener Militärkrankenhaus wurde 1899-1901 an der Kleegasse erbaut. 1920-1945 Finanzamt, danach Nutzung durch das benachbarte Krankenhaus. (⇒ Altes Lazarett){/slider} {slider=Lehmgrube} 1.: Lehmgrubenstücken. Flur nördlich des ⇒ Krümmlings, etwa im nördlichen Teil des Krankenhausgeländes an der Kleegasse. Hier, unterhalb des Kieselbergs, befand sich die 1654 angestochene Lehmgrube. 2.: die {/slider} {slider=Lehmgruben (1766)} Gelände südlich des Alten Friedhofs, etwa zwischen heutiger Bahnhofstraße und Hermann-Ilgen-Straße.{/slider} {slider=Leichengang oder Leichenweg} Inoffiziell noch bis Ende des 19. Jh. für die heutige Beethovenstraße vor dem ehemaligen Alten Friedhof.{/slider} {slider=Leipzig-Dresdener Eisenbahn} Die erste deutsche Ferneisenbahnstrecke. Offizieller Baubeginn (Bahneinschnitt bei Machern) am 1.3.1836. Landbaumeister Königsdörffer hatte jedoch schon im November 1835 bei Wurzen mit dem Brückenbau (Dammschüttung für die erste deutsche Eisenbahnbrücke) begonnen. Am 31.7.1838 fuhr zum ersten Mal die Eisenbahn von Leipzig bis Wurzen. Der regelmäßige Betrieb zwischen Leipzig und Dresden wurde am 9.4.1839 aufgenommen. Seit 1993 Ausbau zur ICE-Strecke. Fertigstellung des Wurzener Abschnitts 2.12.2002.{/slider} {slider=Leipziger Straße} Beginnt am Costigall und führt bis zur Strombrücke über die Mulde. Der westlichste Teil der B 6 auf der Wurzener Stadtflur{/slider} {slider=Leninstraße (1945-1991)} ⇒ Schweizergarten-traße{/slider} {slider=Lessingstraße} Führt von der Theodor-Körner-Straße nach Norden bis zur Georg-Schumann-Straße im Neubaugebiet Nord I. Seit dem 1.8.1945 nach dem deutschen Dichter Gotthold Ephraim Lessing (1712-1781). Vorher seit dem 28.1.1892 Heinrichstraße auf Wunsch des Besit-zers dieses Geländes, eines A. Dittmann aus Glauchau, dessen Vater Heinrich hieß. Seit dem 20.10.1933 auf Vorschlag eines Wurzener "Bannführers" nach dem 1932 er-mordeten Hitlerjungen Herbert-Norkus-Straße.{/slider} {slider=Lichtwerstraße} Verbindet die Straße des Friedens mit der Dr.-Külz-Straße. Seit 1.8.1904 nach dem in Wurzen geborenen Fabeldichter Magnus Gottfried Lichtwer (1719-1783){/slider} {slider=Liegenbank} Aufgemauerte Geländestufe (Heiste) gegenüber dem Rathaus am Ende der Wenceslaigasse, am Eingang zur Domgasse. Nordseitig (heute) mit vier Häusern bebaut. Erstmals anlässlich des Stadtbrandes vom 5.4.1631 erwähnt ("lugenbanng"). Unter der Liegenbank befanden sich (bis 1902 noch sichtbar) Kellergewölbe, die als "Verkaufsbänke" an Markttagen genutzt wurden (sicher schon 1608 in der "Pestchronik" mit "Benck der Becker" gemeint).} Seit 1870 mehrfach bauliche Veränderungen des gesamten Bauensembles (Freitreppe, Geländeraufsätze). 1982/83 Sanierung und denkmalpflegerische Neugestaltung der Gebäude. 1993/94 Instandsetzung der Vermauerung.} Der Name kommt sicherlich vom "Niedergericht", das dort (an der „legebank“) abgehalten wurde. Die Tafel mit den Initialen JvH (= Johann von Haugwitz) und der Jahreszahl 1555 hat damit sicherlich nichts zu tun. Sie stammt höchstwahrscheinlich vom früheren Jacobstor und ist erst nach dessen Abbruch 1839 hier angebracht worden{/slider} {slider=Lilienweg.} Seit 4.5.1995 Straßenname in der Eigenheimsiedlung an der Kleegasse.{/slider} {slider=Lindengasse (1766)} ⇒ Straße des Friedens{/slider} {slider=Lindenhof (D)} Am Wachtelberg 14. 1912 im Auftrag der "Wolf von Arnimschen Werke" erbaut} Gaststätte bis etwa 1928. Heute Eigenheimstandort. {/slider} {slider=Lindenstraße (1874-1923)} ⇒ Beethovenstraße{/slider} {slider=Lindenweg (D)} Seit 1977 für den früheren Privatweg (nach einem dort ansässigen Wurzener Unternehmer zeitweise auch H.-August-Schmidt-Weg genannt), der an der Flurgrenze zwischen Wurzen und Dehnitz vom Dehnitzer Weg ab nach Westen bis zum Steilhang über der Aue führt. Die in den 1970-er Jahren einsetzende Bebauung mit Eigenheimen machte hier die Festlegung einer Postanschrift notwendig.{/slider} {slider=Liscowstraße} Geht vom Nordende der Theodor-Uhlig-Straße nach Osten ab und verläuft bis ins Neubaugebiet Nord I und schließt den sogenannten "Hunderterblock" mit ein.} Seit dem 18.3.1931 nach dem Pfarrer und geistlichen Dichter Salomon Liscow (1640-1689), der seit 1685 als Archidiakon in Wurzen wirkte und auch hier begraben ist.{/slider} {slider=Liststraße} Führt (ursprünglich in Verlängerung der Bahnhofstraße bzw. bis 2005 von der Personen-unterführung am Bahnhof) von der Bahntrasse nach Süden bis zur Gabelung Nemter/ Oelschützer Straße. Seit dem 1.1.1938 nach dem Initiator der Leipzig-Dresdener Eisenbahn Friedrich List (1789-1846). Vorher gehörte dieser Straßenzug ebenfalls zur Nemter Straße.{/slider} {slider=Litzmannstraße (1938-1945)} ⇒ Karl-Liebknecht-Straße{/slider} {slider=Loch} Die von Naumann 1962 genannte Bezeichnung ist nicht genau zu lokalisieren. Vielleicht ist sie mit dem ⇒ Pandurenloch gleichzusetzen.{/slider} {slider=Löffel, auch Riesenlöffel} Alter Name für ein Flurstück nördlich der Stadt und der alten Weichbildgrenze, "hinter dem Galgen". Der Großzschepaer Rasenweg verläuft durch den Löffel (auf dem ehemaligen GUS-Übungsgelände; ⇒ Exerzierplatz){/slider} {slider=Loge} Versammlungsort der Freimaurer, auch pars pro toto für die Freimaurer. In Wurzen gab es seit 1819 bis 1933 eine "Genossenschaft" der Freimaurer. Ihre Logen befanden sich } 1. bis 1879 im St. Barbara genannten “Privathaus” neben der Stiftssuperintendentur (Stiftssuperintendent Christian Anton August Fiedler gehörte zu den Stiftern der am 7.6.1819 ins Leben gerufenen "gerechten und vollkommenen St. Johannis-Loge"); } 2. nach 1890 bis zum Ende des 1. Weltkrieges (nunmehr als Verein organisierte Loge "Friedrich August zum treuen Bunde") im eigens dazu erbauten Haus Liststraße 11 (seit 1920 Kirchgemeindehaus, seit 1945 ev.-luth. Kindergarten); } 3. von 1920 bis 1933 im Gelände der ehemaligen Artilleriekaserne in der Juelstraße (ehemaliges Offizierskasino).{/slider} {slider=Lossaer Weg} Seit dem 28.10.1998 für die neuan-gelegte Straßenschleife nördlich der Weichertstraße im Wohn- und Dienstleistungszentrum "Eilenburger Straße".{/slider} {slider=(von) Lossowsches Haus} ⇒ Museum{/slider} {slider=Ludendorfstraße (1938-1945)} ⇒ Martin-Luther-Straße{/slider} {slider=Lüptitz} Mundartlich "Lips". Dorf (ehemaliger Rundling) nordöstlich von Wurzen zwischen Breitem Berg, Spitzberg und Wolfsberg. Ersterwähnung 1185 als Luptiz. Name ist slawischen Ursprungs: "Ansiedlung der Leute des Ljubota". Seit 1993 Ortsteil von Hohburg} Luptitz interior, das innerhalb des Stiftslandes liegen-de Lüptitz (im Gegensatz zum L. superior - dem "oberen" Liptitz bei Mutzschen) gehörte zu den 6 alten Wurzener Stiftspfründen (seit 1223?). Erbgericht und Kirchenpatronat ("Lüptitz I") standen dem Dechanten des Kapitels bis 1546 "unbeständig", danach "beständig" zu.{/slider} {slider=Lüptitzer Straße} Geht heute von der Nordostecke des Bgm.-Schmidt-Platzes nach Nordosten in Richtung des Breiten Berges ab. Seit etwa 1902/03 für den alten Lüptitzer Kommunicationsweg, der eigentlich schon am heutigen Clara-Zetkin-Platz begann (⇒ Mozartstraße). Ursprünglich war diese Straße über den Berg die direkte Verbindung zwischen Wurzen und dem zum Stift gehörigen Lüptitz (deshalb auch "Kommunikationsweg").{/slider} {slider=Luther-Brunnen} Vor dem Dom auf dem Domplatz. Anlässlich des 400-jährigen Reformations-Jubiläums errichtet. Grundsteinlegung 1917, Einweihung 22.9.1918. Quader aus Beuchaer Pyroxengranitporphyr (wie Völkerschlachtdenkmal); Lutherplakette und Stiftertafel kriegsbedingt nicht aus Bronze, sondern Eisen. Erneuerung 1982 und 2008 (Metallteile). Heute ohne Wasserzufluss.{/slider}