PQR

Pandurenloch (1852)

Heute nicht mehr erkennbarer (mittelalterlicher) Steinbruch südlich der Beethovenstraße oberhalb des Steinhofes. Bei Werl 1869 noch ohne Namennennung verzeichnet. In der Folgezeit aufgefüllt, i.A. Gartenanlage neben der früheren Autowaschanlage. Name erinnert an die Panduren, kroatische Soldaten des 17. Jh., die hier kampiert haben sollen.} Der Steinbruch gehörte zum Steinhof und gab noch 1839 Grund zur Anzeige durch den Bürgermeister Richard Sulzberger beim Amt, weil er zur Gefahr für den zunehmenden Fahrverkehr auf der Scheunengasse (Beethovenstraße) geworden war.

Papiermühle

Alte Nischwitzer Straße 51. 1845 am ⇒ Trauschkenstein, der zu diesem Zweck gesprengt und abgetragen wurde, errichtet. Hinweise auf einen Vorgängerbau, einer zum Vorwerk Trauschkau gehörigen Wassermühle, gibt es nicht (Sanne 1924 geht davon aus).} Die Bergersche Papierfabrik brannte 1867 ab und wurde wieder aufgebaut. 1890 ging sie in den Besitz von Heinrich Beda sen. über (deshalb noch nach 1945 Bei Beda = unterhalb des Parks). Der Papiermühle verdankt auch das Mühlgrabenwehr (Muldenwehr [2]) südlich der sogenannten Insel seine Existenz. 1925 Einstellung des Betriebs; nach Brand und Kanalbau Kauf des Grundstücks durch die Teppichfabrik (vgl. Mühlen).

Parkhaus

Franz-Mehring-Straße. 1996 in Stahlskelettbauweise errichtet.

Parkstraße

1.: (bis 1947) ⇒ Geschwister-Scholl-Straße. 

2. ÜN, volkstümliches Synonym für die "Bechtold-Villa" (Geschwister-Scholl-Straße 3), in der sich 1952-1990 die SED-Kreisleitung befand.

Paul-Geißler-Straße

Geht von der Zillestraße nach Norden ab. Seit dem 1945 nach dem Wurzener KPD-Mitglied, das bei der Selbstbefreiung des KZ Buchenwald am 11.4.1945 ums Leben kam. Vorher seit dem 19.10.1934 Boelkeweg nach dem Kampfflieger Oswald Boelke (1891- gef. 1916).

Pestalozzischule

Mittelschule in der August-Bebel-Straße 38. Name seit 1946 nach dem Schweizer Pädagogen Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827). (⇒ Dietrich-Eckart-Schule, Knabenschule)

Pesthäuschen

Turmartiges Gebäude mit Kruzifix auf dem ehemaligen Alten Friedhof. 1687 über den Massengräbern der Pestopfer von 1607 errichtet. 1986 und 1999 restauriert.} Das bereits von Dilich 1628 verzeichnete "Monument" auf dem Gottesacker ist ein Vorgängerbau aus Holz, der ab 1611 an dieser Stelle stand.

Petersweg

(1938 bis nach 1945) ⇒ August-Fleischer-Straße

Pfarrdorfer Werder (Naumann)

 ⇒ Werder

Pfeffermünze

 ⇒ Friedenslichtspiele

Pferdeschwemme

Eine heute nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für eine Stelle an der Kuhmulde (Mühlgraben) oberhalb der Kuhmuldenbrücke.

Pflanz(en)beete

 1.: Seit 1810 bestehende Kleingartenanlage auf dem Kuhwerder nördlich der Bleiche. 1925 wurde das Gelände von den Mühlenwerken und der Teppichfabrik erworben und die Gartenanlage beseitigt. Die um diese Zeit angelegte Eichenallee (An der Mulde) zerschneidet heute das Gebiet. Die Gärten an dieser Allee erinnern noch an die ehemaligen Pflanzbeete (Sparte An der Kuhmulde).
2. Pflanzebeete (D): Nordwestlich vom Goldenen Tälchen gelegene, teilweise durch Terrassen befestigte Flurstücke der Dehnitzer Bauern

Pfarrhäuser

Volkstümlich für die kirchlichen Amtshäuser am Domplatz 9 (Diakonatlehen), 10 (Archidiakonatlehen) und 10 (Pfarrlehen).

Pflaumenallee

Im Volksmund für einen (heute) befestigten Flurweg an der Westseite der Eisenbahnlinie Wurzen-Eilenburg, zwischen Körlitzer und Torgauer Straße. Längs des Weges stehen u.a. viele Pflaumenbäume.

Pichschuppen

(Naumann; Geol. Specialkarte Kgr. Sachsen 1884)} Nicht mehr vorhandenes Gebäude südlich der Torgauer Straße, vor der Abzweigung Roitzscher Weg. Name kommt von "Pech", das dort gelagert worden ist.

Planert-Teich

Volkstümlich für die Straßenunterführung am Dehnitzer Weg, die 1925 geschaffen wurde. Die Entwässerung des Dehnitzer Weges südlich der Eisenbahnlinie musste seitdem mit Pumpen durch die Unterführung bewältigt werden, was bei Starkniederschlägen oft zu Überschwemmungen unter der Eisenbahnbrücke führt. Benennung nach dem damaligen Stadtbaudirektor Planert. 2002 Tieferlegung der Unterführung im Zuge des Ausbaus der Eisenbahnstrecke Leipzig-Dresden.

Platz der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft

 (nach 1945-1991)} ⇒ Markt

Platz der SA

 (1935-1945) ⇒ Clara-Zetkin-Platz

Pletzsch(witz), Pletzschütz, Pletzsch(w)itzer Felder

Wüste Mark nördlich von Wurzen, am nördlichen Rand der heutigen Stadtflur und auf Nischwitzer Flur gelegen. Der Zschepaer Rasenweg führt darüber hinweg und kreuzt hier den Rasenweg, der von Nischwitz zum Breiten Berg führt (im ehemaligen GUS-Übungsgelände)} 1198 als Pylatuwiz erstmals erwähnt. Das Dorf besaß zu dieser Zeit Kirche und Pfarrer, und zwischen 1203 und 1220 sind Adlige bezeugt, die sich sowohl nach diesem Ort, als auch nach Wurzen nannten.

Poliklinik

Einrichtung für ambulante Gesundheitsbetreuung. 1952 im Stadtkrankenhaus eingerichtet, 1990 geschlossen. 2006 wieder in Gebrauch. Der Begriff der "Poliklinik" taucht in Wurzen bereits im 19. Jh. auf ("Poliklinik für unbemittelte Kranke" im Johannis-hospital auf Initiative des Frauenvereins ab 1878!).

Post, Postamt

Das heutige (Haupt-)Postamt, Bahnhofstraße 26; wurde 1889/90 erbaut und 1891 um das Fernsprechamt erweitert (Telegraphen-Turm noch erhalten; 1990 restauriert).} Diesem Gebäude ging ein Bau aus dem Jahre 1854 an gleicher Stelle voran. Seit 1692 ist ein "Posthaus" in Wurzen bezeugt. Der Standort wechselte im Laufe der Zeit oft} Folgende Stellen in der Stadt sind mit der Postgeschichte verbunden: 1. der Steinhof am Crostigall (bis 1696); 2. das sogenannte Postgut auf dem Crostigall (1696-1808); 3. Marxens Hof (1806-1815); 4. am Rondell (1815-1846; Postgebäude von 1835 Ende 2008 abgerissen); 5. die "Eichlerschen Häuser" in der Schulgasse auf der Domfreiheit (1847-1854; Gebäude für den Bau der Bürgerschule 1879 abgerissen).} Nach 1960 kam an der Ecke Martin-Luther-/ Kleiststraße das Postamt 2 hinzu (Kleine Post, Gebäude 2005 abgerissen). In Wurzen-Nord II bestand zwischen 1985 und 1990 ein Postamt 3 (Friedrich-Ebert-Straße).

Postgasse

Nach dem benachbarten Postgut benannte Gasse. Heute Verbindung zwischen dem Crostigall und der Färbergasse. Name kommt erst Mitte des 19. Jh. in Gebrauch, als 1843 die Sondergemeinde Gaudlitz zur Stadt kam. Die Häuser an der Postgasse bildeten ursprünglich seit 1598 die Gaudlitz

Postgut

1.: Alte Post, Posthof, altes Postgut, (kursächsische) Posthalterei, seit Ende des vorigen Jh. auch Schroths Hof (⇒ Stadtgüter)} Im Gelände des ehemaligen Gaudlitzschen Freigutes wurde 1696 die "kursächsische Posthalterei" eingerichtet. Aus dieser Zeit stammen die heute noch vorhandenen Baulichkeiten: Herrenhaus, Gesindehaus, Pferdeställe (1997/98 abgebrochen), Remisen. 1734 entstand das barocke Posttor an der Ausfahrt zum Crostigall (1975 restauriert). 2.: Seit dem 13.5.1998 Postanschrift für das Bebauungsgebiet auf dem Gelände des einstigen Postgutes.

Postsäule, Postdistanzsäule, Postmeilensäule

Nach kurfürstlichem Mandat von 1724 hatte die Stadt Wurzen 3 Säulen zu setzen: vor dem Eilenburger Tor an der Alten Nischwitzer Straße, vor dem Jacobstor an der Torgauer Straße (bei der späteren Kleinen Post) und an der Dresdener Straße am Rondell. Alle Säulen wurden am Ende des 19. Jh. entfernt und zerschlagen. 1977 konnte im Park von Machern der Sockel einer Postsäule wiedergefunden werden. Das war der Anlass dafür, dass man die bis 1892 vor der Wenceslaikirche stehende Säule 1984 wieder aufstellen konnte. Der aus Rochlitzer Porphyrtuff gefertigte Obelisk und die wappengeschmückte Spitze fertigte der Leipziger Bildhauer Lothar Franz nach Originalplänen.

Postteich

⇒ Rosental

Posttor

⇒ Postgut

Prießnitz

 ⇒ Garten ...

Püchauer Weg

Seit dem 28.10.1998 für die Neuanlage zwischen Weichertstraße und Thallwitzer Weg im Wohn- und Dienstleistungszentrum "Eilenburger Straße". Benannt nach dem Dorf Püchau nordwestlich von Wurzen am westlichen Auenrand der Mulde.

Pulverhaus (Naumann)

 Munitionsdepot des Infanterieregiments Nr. 179 an der äußeren Collmener Straße, etwa in Höhe der stadteinwärts gelegenen Grenze der Gartensparte Am Windmühlenweg. April 1892 abgerissen

Püttnerstraße

Seit dem 13.5.1927 nach dem in Schmölen geborenen und viele Jahre in Wurzen ansässigen Graphiker und Maler Richard Püttner (1842-1913). Geht als Sackgasse von der Eduard-Schulze-Straße nach Süden ab

Querstraße

1. (1893-1930) ⇒ Walther-Rathenau-Straße.
2.: Seit 1971 im Neubaugebiet Nord I. Eigentlich nur ein befestigter Fahrweg parallel zur Zillestraße zwischen Friedrich-Ebert- und Georg-Schumann-Straße. Postanschrift für drei angrenzende Wohnblöcke.

Quickborn

⇒ Gelaborn

Rapunzelturm

 ⇒ Stadtpark

Rasenweg

Im Norden der Wurzener Flur kreuzen sich zwei alte Wege: 1. der Rasenweg, der von Nischwitz in Richtung Breiter Berg führt, und 2. der (Groß-)Zschepaer Rasenweg, der vom Hochgericht an der Collmener Straße über die Pletzschwitzer Felder zum Spitzberg führt. Beide kann man Altstraßen zuordnen.} Im Flurbuch von 1766 werden weitere Rasenwege nördlich von Wurzen genannt: der "Lüptitzer Rase- oder Hohle Weg", "Cöllmischer kleiner Raseweg", "Nischwitzer breiter Rase-Weg". Es wird in jedem Falle ein unbefestigter und "vergraster" Flurweg gemeint sein

Rathaus

Seit 1519 an der Südwestecke des Marktes gegenüber der Liegenbank bezeugt. Es brannte im gleichen Jahr nieder, der Neubau wurde in der Kreuz- und Marterwoche 1637 zerstört. 1722 war das nach dem 30-jährigen Krieg errichtete Gebäude bereits wieder baufällig und musste ersetzt werden. Das barocke Rathaus fiel dem Stadtbrand von 1802 zum Opfer. Ein Jahr später war das gegenwärtige Rathaus fertiggestellt: ein schlichter klassizistischer Bau mit Turm in der Marktfront. 1993/95 grundlegende Sanierung. Übergabe am 11.8.1995.} Seit 1922 dient das Gebäude nicht mehr der eigentlichen Verwaltung der Stadt. 1933 wird es das "Braune Haus" (der SA). 1946 Sitz der Stadt- und Kreisbibliothek, der sich 1981 die "Kleine Galerie (heute "Städtische Galerie“) hinzugesellt. Von Vorgängerbauten sind nur noch die tiefen gewölbten Keller erhalten.

Rathenaustraße

 (1923-1933)} ⇒ Beethovenstraße{/slider} {slider=

Raths-Apotheke

Bei Schöttgen 1717 erwähnt, befand sich ursprünglich am Markt neben dem Rathaus. Sie wurde Mitte des 16. Jh. infolge der "Pestilenz" und wegen der "Armut" der Stadt geschlossen. Auf Anordnung der Stiftsregierung 1607 (Pestjahr!) wieder geöffnet, ging sie mit Beginn des 30-jährigen Krieges endgültig ein. Aus Gerichtsakten geht hervor, dass sie schlecht geführt wurde und ohne richtiges "Inventarium" vor 1624 geschlossen wurde

Rathsvorwerk

⇒ Stadtgüter, Steinhof

Ratsfronfeste

⇒ Eilenburger Tor, Fronfeste

Ratsgarküche

Ein Elias Schröter, "Garkoch zu Wurtzen" wird bei Schöttgen zum Jahr 1612 erwähnt. Die städtische Einrichtung soll sich neben dem Rathaus befunden haben, im heutigen Grundstück Markt 2. Dort existierte im 18. Jh. auch eine Brauerei. Später Gaststätte "Deutsches Haus". Schöttgen bemerkt allerdings auch für 1717 ausdrücklich, dass sich innerhalb der Mauern weder eine Kirche, noch Schule, Schmiede und Garküche befinden.} "Ratsgarküche" hieß 1888-1926 eine Gaststätte Altstadt 36 (später Goldenes Faß, 1993-1995 "Schwarzwaldstuben", 1996 "Zur Altstadt") 

Ratsbrauerei

Sie muss sich auf dem Gelände des Rathauses befunden haben, dessen tiefe gewölbte Keller die Lagerkeller gewesen sein dürften. Noch 1824 wird in einem Pachtvertrag auf die Braugerechtigkeit der Ratskellerwirtschaft ausdrücklich hingewiesen. ⇒ Brauerei 

Realschule

1873 wurde in der Alten Kaserne eine Realschule 2. Ordnung eröffnet. 1880/81 erhielt diese Bildungseinrichtung ein neues Gebäude in der heutigen Straße des Friedens 12; 1883 wurde die Schule in ein humanistisches ⇒ Gymnasium (1.) umgewandelt

Regenstaukanal

Vom Abwasserzweckverband "Mühlbachtal" 1997/98 gebauter Rohrkanal unter der Alten Nischwitzer Straße zwischen Geschwister-Scholl- und Juelstraße. Teil der städtischen Kanalisation.

Regenrückhaltebecken

Hochwasserschutzbau am Rietzschkelauf östlich der Rosa-Luxemburg-Straße.} Als Reaktion auf das Rietzschkehochwassers im August 2002 konzipiert, um einen Sammelraum für Oberflächenwasser zu gewinnen, wenn der Abfluss der Rietzschke durch das Stadtgebiet bei Rückstau nicht gewährleistet ist. Dem Bau 2007 fielen die stadtnahen Gärten im Rietzschketal zum Opfer.

Regierungshaus

⇒ Kornhaus (1.)

Rehwiesen, mundartlich Riehwäsen

 (D); auch Röhrwiesen Die Auenwiesen am Mühlbach östlich der Oelschützer Straße, unterhalb der Stiefmutter

Rehfelder oder auch Sandspitze

(D)} Flurstück südlich oberhalb des Mühlbachtales, zwischen Oelschützer Straße und der Flurgrenze zu Nemt.

Reichsstraße

 (1895-1949) ⇒ Hermann-Ilgen-Straße

Ret(z)schitzer Pfuhl

⇒ Eierpfuhl (1)

Richard-Klinkhardt-Straße

Seit 2012 für die neue Verbindungsstraße zwischen Dresdener Straße und alten Güterbahnhof, in Verlängerung der ⇒ Kantstraße.

Richard-Wagner-Straße

Führte ursprünglich als Sackgasse von der Liscowstraße nach Norden. Nach Entstehen des Neubauviertels Nord II wurde die Straße mit dem nördlich angelegten Fahrweg verbunden. Seit 1939 nach dem deutschen Komponisten Richard Wagner (1813-1883)

Richthofenweg

(1934-1945)} ⇒ Zillestraße

Riemgens Wiesen

 (R; Geol. Specialkarte Kgr. Sachsen 1884) Gelände im Rietzschketal östlich von Roitzsch und südlich des ⇒ Brösch, heute oberhalb des Rietzschkespeichers

Riesenlöffel

(Geol. Specialkarte Kgr. Sachsen 1884)} ⇒ Löffel

Rietzschke, die

Rechter Zufluss zur Mulde. Die Quelle des Baches liegt am nordöstlichen Ortsrand von Körlitz. Er durchfließt eine flache Talaue bis Roitzsch. Nach Wurzen und zum Terrassenhang hin senkt sich die Rietzschke sichtbar in den Untergrund ein. Im Stadtgebiet hat sie ein Tal mit deutlichen Hängen geschaffen. Sie trennt den Crostigall vom Domberg (⇒ Rosental) und mündet nördlich vom Schloss in den Mühlgraben. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist die Rietzschke im Stadtgebiet verrohrt worden; sie ist deshalb von der Mündung bis Roitzsch nicht mehr sichbar. Östlich von Roitzsch ist sie aufgestaut worden. Auch der Zufluss dorthin ist heute verrohrt.

Rietzschkenpromenade

Mit der Verrohrung der Rietzschke nach 1972 entstandener Weg in Verlängerung der Schillerstraße von der Rosa-Luxemburg-Straße bis zum Heidenberg bei Roitzsch.

Rietzschkenstraße

 1. (bis 1890) ⇒ Friedrich-Engels-Straße. 2. (bis 1933) ⇒ Karl-Marx-Straße

Rietzschkenweg

 (R) Vom Roitzscher Weg (zwischen Nr. 80 und 82) nach Süden abgehender Weg. Er endet an der Rietzschke.

Ringelnatzbrunnen

⇒ Marktbrunnen

Ringelnatzgässchen

Seit 2008 Name für die „Schlippe“ zwischen Badergasse und Badergraben. ⇒ Baderpforte

Ringelnatzhaus

Crostigall 14. Wohngebäude des ehemaligen Stadtgutes Schumann, 1678 erbaut. Ge-burtshaus des Dichters Joachim Ringelnatz (1883).} Nach Sanierung 1982/83 wurde anlässlich des 100. Geburtstages des Dichters im Erdgeschoss eine Ringelnatzausstellung des damaligen Kreismuseums eingerichtet (bis 1998). Im 1. Obergeschoss Klubräume (bis 1990 Club der Intelligenz "Joachim Ringelnatz"). Im Dachgeschoss das Kreissekretariat des Kulturbunds (bis 1990), die Redaktionen des "Rundblicks" (bis 1992) und des "Wurzener Tageblatts" (bis 1993).} 1995-1999 war im ehemaligen Klubraum vorübergehend das Wurzener Standesamt untergebracht.

Ringelnatzpfad

Seit 2008 durch 12 Keramikstelen markierter Weg durch die Innenstadt. Er beginnt im Rosental und führt über die Schultreppen, den Domplatz zu Dom und Schloss, von dort durch die Schuh- und Badergasse zum Badergraben, auf den Sperlingsberg, zur Wenceslaikirche in den Crostigall, durch die Färber- und Wenceslaigasse zum Markt (⇒ Marktbrunnen) und durch die Domgasse zum Museum (mit Ringelnatzausstellung).

Ringelnatzstraße

Seit 1945 für den in Wurzen ge-borenen Dichter und Kabarettisten Joachim Ringelnatz, eigentlich Hans Bötticher (1883-1934). Zwischen Friedrich-Ludwig-Jahn- und Heinrich-Heine-Straße. Hier begann die Bautätigkeit nach dem 2. Weltkrieg. Schon im Dezember 1945 geplant, wurden 1951-1955 zwei Wohnblöcke durch die Stadt errichtet.

Robert-Koch-Straße

Seit dem 1.8.1945 nach dem deutschen Arzt und dem Mitbegründer der Bakteriologie Robert Koch (1843-1910). Führt als Sackgasse von der Zillestraße nach Norden. Vorher seit dem 19.10.1934 Immelmannweg nach dem 1916 gefallenen Kampfflieger Max Immelmann.

Rodelbahn

Um 1900 am Terrassenhang oberhalb des Trauschkenweges durch Abschrägungen nach Norden angelegt. Der Zugang erfolgte über die Alte Nischwitzer Straße. Auf zwei Bahnen (die "große" und die "kleine") konnte der Höhenunterschied von ca. 8 m überwunden werden. Nach 1970 durch die sowjetische Garnison durch Auffüllung des Geländes beseitigt. 1996 wieder hergestellt. Beim Bau der Westtangente 2006/07 vollständig beseitigt.

Röhrwiesen

1. (N): Flur östlich von Nemt, oberhalb des Kornhainer Baches in Richtung Haselwald, der schon auf Mühlbacher Flur liegt. Name ist wie bei (2.) zu erklären. Auch heute halten sich dort noch oft Rehe auf 2. (D) ⇒ Rehwiesen

Röhrwiesenbach

Mühlbach, Kornhainer Bach

Roitzsch

Dorf östlich von Wurzen an der Rietzschke. Ersterwähnungen 1198 und 1203. Name ist slawischen Ursprungs: "Flüsschen" (⇒ Rietzschke). Stammsitz einer adligen Familie (1198 Heinricus de Rethicis), in deren Besitz das Rittergut und das Dorf bis in die Mitte des 14. Jh. verbleibt. Zu dieser Zeit ist aber die villa Retschiz bereits ein Afterlehen. 1441 erwerben die von Laussig Vorwerk und Dorf, 1472 geht beides wie Nemt und Kornhain in bischöflichen Besitz über. Kirchlich und schulisch bleibt seitdem der Ort bei der Stadt Wurzen. Seit 1950 Ortsteil von Wurzen

Roitzscher Hauptstraße

 (R)} Die eigentliche Dorfstraße, die Roitzsch vom ehemaligen Rittergut im Norden bis zur B 6 im Süden durchzieht. Seit dem 01.10.2007. Vorher nur Hauptstraße.{/slider} {slider=Roitzscher Kirchweg} 1.: 1766 bereits "an den Roitzscher alten Kirch-Wege". Alter Flurweg südlich der Rietzschke zwischen Wurzen und Roitzsch. Er begann ursprünglich an der Rietzschkenbrücke am heutigen Wettinerplatz. Auf ihm gelangten die Kirchgänger und Schulkinder nach Wurzen. Heute noch nördlich des Friedhofs erhalten. 2. ⇒ Roitzscher Weg

Roitzscher Weg

(W, R)} 1766 "Roitzscher Kirchweg". Amtlich seit 1913. Verbindungsstraße zwischen Wurzen (katholische Kirche) und Roitzsch (ehemaliges Rittergut). Er überschreitet unter gleichem Namen die Flurgrenze zwischen Wurzen und Roitzsch

Rondell

Der heutige Kreuzungsbereich Dresdener Straße/ Karl-Marx-/Beethovenstraße (bei Möbel-Zimmermann bzw. am Stadtgut Morgenstern) war während des Fladenkriegs 1542 von den kurfürstlichen Truppen mit einer Rundschanze für die Geschütze befestigt worden. Der Name (auch Am Rundeel) erinnerte noch bis ins 19. Jh. daran. Abbruch des Möbelhauses 2009.

Rondelltor

Durchlass in der sogenannten Salhausenschen Mauer am Rondell. Wie das benachbarte Hospitaltor kein befestigtes Stadttor.

Rosa-Luxemburg-Straße

Führt von der Dresdener Straße zur Torgauer Straße (Trasse setzt sich in der Marienstraße fort). Seit dem 1.8.1945 nach der Mitbegründerin der KPD Rosa Luxemburg (1871- ermordet 1919). Nur im südlichen Teil (bis zur Dr.-Rudolf-Friedrichs-Straße) ausgebaut. Nach ihrer Anlage trug die Straße seit dem 18.10.1894 den Namen Bismarckstraße nach dem ersten Reichskanzler des preußisch-deutschen Kaiserreiches Otto von Bismarck (1815-1898).

Rosental

Das tief eingesenkte Tal der Rietzschke zwischen dem Domplatz und dem Crostigall am Ausgang zur Muldenaue. Das früher sumpfige Gelände ist erst spät bebaut worden.} Die am Fuße des alten Burgberges stehenden Häuser lagen am Teichdamm. Inmitten des Geländes befand sich bis 1870 der Postteich. Stadtmühlenbesitzer Karl Gottfried Eberius übereignete am 24.10.1846 den Teich an den Stadtrat zu Wurzen mit der Verpflichtung, das Gelände zu einem Spiel- und Turnplatz umzugestalten Erst nach Verfüllen dieses Teiches und der Überwölbung der Rietzschke erhielt die Stelle ihren heutigen Namen.

Rosenweg

Seit dem 1.8.1928, als mit der Bebauung des Geländes nördlich der Juelstraße und östlich der ehemaligen Kaserne bis zur Eilenburger Straße begonnen wurde. Die Eigenheimsiedlung musste im Sommer 1945 für die Rote Armee geräumt werden. Bis zum Abzug der russischen Truppen 1993 bewohnten Offiziersfamilien die Häuser. Offensichtlich weil im Volksmund in den 1950-er Jahren die Bezeichnung Russenweg aufkam, wurde um 1965 die Straße in Straße der Jugend umbenannt. Seit 1991 trägt die Straße wieder ihren alten Namen.

Rudolf-Breitscheid-Straße

Sie führt von der Straße des Friedens nach Norden zur Nordwestecke des Bgm.-Schmidt-Platzes. Seit dem 1.8. 1945 nach dem sozialdemokratischen Politiker Rudolf Breitscheid (1874-1944), der im KZ Buchenwald umkam. Die Straße wurde als Zugang zum Muldentalbahnhof angelegt und hieß deshalb seit dem 2.10.1877 Muldenthalbahnstraße. Nach Einstellung des Bahnhofsbetriebes und nach Bau der Jäger-Kaserne wurde die Straße am 31.3.1890 in Jägerstraße umbenannt.

Rumeyweg

 (1934-1945) ⇒ Thomas-Mann-Straße

Russenschule

⇒ Krietschvilla

Russenweg

⇒ Rosenweg